Spaß oder Ernst? Die Influenza-Maske

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Nach der Impfkampagne erreicht die Influenza-Panikmache einen neuen Höhepunkt: Die Menschen sollen Schutzmasken kaufen und damit den ganzen Tag herumlaufen.

Einen wissenschaftlichen Beweis, dass man mit Schutzmasken die Verbreitung einer Influenza-Pandemie bremsen könnte, gibt es nicht. Doch der medizinische Hausverstand spricht im Fall des Falles für die Verwendung durch die Bevölkerung. Deshalb sollen die Schutzmasken ab kommenden Montag vier Wochen lang zu einem stark verbilligten Preis in den Supermärkten erhältlich sein.

Im Zuge einer Aktion des Gesundheitsministeriums zusammen mit Herstellern und Supermarktketten soll eine Packung mit 20 Stück der Masken 11,99 Euro kosten. Die einfachste Art des Schutzes vor der Influenza sei das Tragen von Schutzmasken, sagte am Montag Gesundheitsministerin Rauch-Kallat. Rund 500.000 Packungen bzw. rund neun Millionen Masken seien für die Aktion vorbereitet.

Die Aktion ist ein Teil der Vorsorge Österreichs für eine eventuelle Influenza-Pandemie. Hier steht der individuelle und freiwillige Schutz auf privater Basis im Vordergrund. Andere Bestandteile des von der Bundesregierung im Jahr 2005 beschlossenen österreichischen Pandemie-Plans sind bereits in Umsetzung begriffen. Der Ministerin zufolge soll Ende des Jahres „Tamiflu“ für 25 Prozent der Bevölkerung eingelagert sein. Ende des ersten Quartals 2007 soll auch der Rest der Tabletten eingelangt sein.

Die Schutzmasken gibt es ab Montag bei Adeg, Billa, Bipa, dm, Hofer, Merkur, Penny, Spar und Sutterlüty. Eine Maske kann acht Stunden lang getragen werden. Mit 20 bis 30 Stück – so rechnet man – könnte sich eine Person für die Zeit einer Pandemie-Welle schützen.

Die normale Influenza kostet jedes Jahr zwischen 1.000 und 5.000 Österreichern das Leben. Es gibt zwischen 300.000 und 400.000 Erkrankungen. Für den Fall einer Pandemie wird mit der Erkrankung von an die 30 Prozent der Bevölkerung gerechnet.

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