SOS Mitmensch hofft auf Debatte zu Türkisch-Matura

SOS Mitmensch hofft auf neuen Schwung in der Debatte um die Einführung einer Türkisch-Matura. Die Wiener ÖVP-Bildungssprecherin Isabella Leeb kann sich nämlich diese laut "MO-Magazin für Menschenrechte" vorstellen. "Aus meiner persönlichen Sicht spricht nichts dagegen", sagt sie dort. Von den Grünen gibt es Lob, die Wiener FPÖ sieht eine "entwürdigende Darbietung der ehemals stolzen Volkspartei".


Insgesamt sprechen laut Statistik Austria 6.300 Schüler an maturaführenden Schulen (AHS, Berufsbildende Höhere Schule/BHS) neben Deutsch auch Türkisch. Zuletzt hatte das Bildungsministerium unter der damaligen Ministerin Claudia Schmied 2011 die Einführung eines Maturafachs Türkisch angedacht, mangels Zustimmung von Koalitionspartner ÖVP aber nie mit dessen Umsetzung begonnen. Im Schulversuch wird Türkisch als Maturafach am Abendgymnasium Henriettenplatz in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus bereits seit 2005 erprobt.

Die Grünen unterstützten am Freitag den Vorstoß von SOS Mitmensch und forderten, dass Türkisch als zweite lebende Fremdsprache unterrichtet und als Maturafach absolviert werden kann. Das ist schon jetzt bei anderen Muttersprachen von Schülern mit Migrationshintergrund (etwa Russisch, Polnisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch) der Fall. Außerdem plädieren sie für die Einführung eines Lehramts Türkisch an Unis und Pädagogischen Hochschulen.

Ablehnung kommt hingegen von den Wiener Freiheitlichen. Die Vertreter der Stadt-ÖVP würden sich anscheinend “für das Koalitionsbett nach der Wahl 2015 aufmascherln”, hieß es.

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