Sonderermittler untersucht Korruptionsvorwürfe

Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun hat sich dem Parlament gebeugt und einer unabhängigen Untersuchung von Korruptionsvorwürfen zugestimmt.

In einer Rede kündigte er die Ernennung eines Sonderermittlers an, der prüfen soll, ob sich drei seiner ehemaligen Berater der Bestechlichkeit schuldig gemacht haben. Wie das Büro des Präsidenten später mitteilte, wurde ein Anwalt mit der Untersuchung betraut. Die Anwaltskammer des Landes hatte zwei Anwälte für die Aufgabe vorgeschlagen. Davon wählte Roh einen aus.

Der Präsident hatte zunächst sein Veto gegen eine vom Parlament geforderte unabhängige Untersuchung der Korruptionsvorwürfe eingelegt. Er begründete dies damit, dass die Staatsanwaltschaft den Vorwürfen bereits nachgehe und deren Schlüsse abgewartet werden sollten. Das Parlament wies Anfang Dezember das Veto mit Zweit-Drittel-Mehrheit zurück.

Es war das erste Mal seit fast 50 Jahren, dass das südkoreanische Parlament einem Präsidenten einen derartigen Machtkampf lieferte. Im Abgeordnetenhaus haben die Oppositionsparteien die Mehrheit.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Sonderermittler untersucht Korruptionsvorwürfe
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.