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Sommerzeit ist Einbruchszeit

Es wird mehr und mehr eingebrochen - im Vergleich zu 2002 gibt es in Wien dreimal soviele Einbrüche - oft ist es den Einbrechern ein Leichtes, in Wohnungen und Häuser zu gelangen - die Polizei gibt Tipps.

Im Sommer haben die Einbrecher Hochsaison: Im Jahr 2004 war der August, so Bernhard Noll vom Institut für technische Sicherheit (ITS) bei einer Pressekonferenz in Wien, der „einbruchstärkste Monat“ mit 1.521 gemeldeten Fällen. Ganz generell werden die Einbruchdiebstähle in Österreich immer mehr. Nach einer Erhebung des Innenministeriums stieg die Zahl der Einbrüche von 37.806 im Jahr 2002 auf 59.802 im Jahr 2004.


Die Zahl der aufgebrochenen Wohnungen oder Häuser, die ständig bewohnt sind, hat sich im selben Zeitraum verdoppelt: 2002 wurden 8.931 Fälle gemeldet, 2004 waren es 17.461. Besonders betroffen sind Wien und Niederösterreich. In Wien wurde mit 11.613 Fällen fast drei Mal so oft eingebrochen wie 2002 (4.691), in Niederösterreich kam es zu einer Verdoppelung: Von 1.387 auf 2.744 „unerlaubte Hausbesuche“.

“Problemlos ins Haus”


Laut ITS sind die Österreicher für diesen Trend nicht adäquat gewappnet. Bei einer Erhebung in 200 Mehrfamilienhäusern in Wien-Alsergrund war es bei 69 Prozent der untersuchten Häuser mühelos möglich, ins Stiegenhaus zu gelangen. In 17 Prozent wurde den potenziellen Dieben ohne Nachfragen die Tür aufgehalten, bei 40 Prozent wurde trotz fadenscheiniger Ausreden („z.B. „bringe Werbematerial“) über die Gegensprechanlage geöffnet.


Ein Check von 500 Einfamilienhäusern in den Wiener Randbezirken und in der Wiener Umgebung hat wiederum gezeigt, dass nur etwa 26 Prozent der Eigenheime mit Alarmanlagen gesichert sind. Und bei einer Kontrolle von 1.635 Wohnungseingangstüren wurde festgestellt, dass zwei Drittel der Altbau-Türen einem Einbruchsversuch nicht standhalten würden.


Noll rät zu einer individuellen Schwachstellenanalyse, um zu ermitteln, welche Maßnahmen die Sicherheit in der jeweiligen Wohn-Situation erhöhen kann: „Jeder braucht sein individuelles Sicherheitskonzept. Auf jeden Fall sollten fachkundige Experten in die Überlegungen mit einbezogen werden, der kriminalpolizeiliche Beratungsdienst kann dabei eine erste Anlaufstelle sein.“


Die wichtigsten Tipps zur Einbruchsprävention des ITS:


Elektronische Maßnahmen:

  • Einbruchmeldeanlage
  • Beleuchtung mit Bewegungsmelder und Zeitschaltuhr
  • Videoüberwachung

  • Bauliche und mechanische Maßnahmen:

  • Sicherheitstüren der Klasse 3
  • Zusatzschlösser, Verstärkung alter Türen
  • in der Mauer verankerte Fenstergitter
  • Sicherheitsverglasung oder Folie
  • Rollläden
  • Tresor (in der Mauer verankert)

  • Organisatorische Maßnahmen:

  • Einstiegs-„Hilfen“ wegräumen (Leitern, etc.)
  • Schmuck, Bargeld, etc. an verschiedenen Stellen verstecken
  • Alle Fenster oder Balkontüren schließen (auch nicht „kippen“)
  • Keine Schlüssel verstecken

  • Bei längerer Abwesenheit bzw. Urlaub:

  • Nachsendeauftrag für Abos
  • Nachbar bitten, den Briefkasten zu leeren und Werbung vor der Tür zu entfernen
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