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Sommerlich heiße Eröffnung des ImPulsTanz

Gelbe Bänder bitte nicht um den Hals - sondern auf den Kopf damit: Die zahlreich ins Wiener Museumsquartiers gepilgerten Eröffnungsgäste des ImPulsTanz-Festivals wurden am Mittwoch gleich zu Beginn mit kleinen Indiensouvenirs ausgestattet.

Schließlich legte die Terence Lewis Dance Company ihre Opern-Air-Performance quasi als tänzerische Werbung für eine Indienreise an – ausgerechnet an jenem Tag, an dem der Subkontinent von einer neuerlichen Anschlagsserie auf Mumbai erschüttert wurde. Eine bunte Folklorerevue zwischen Kamasutra und Bollywood sorgte in der abendlichen Resthitze dennoch für gute Laune.

Terence Lewis gehört zu jenen Choreographen, die das Bild seiner Heimat auch international prägen: Er gestaltet die Tänze für Bollywood-Kassenschlager und für Musicals an Broadway und Westend, in Indien sitzt er in Fernsehshowjurys und leitet seine eigene zeitgenössische Tanzcompany. In Wien ist er schon seit längerem Teil der ImPulsTanz-Community. Entsprechend herzlich begrüßte Festivalmitgründer Ismael Ivo die indischen Gäste, forderte die Zuschauer auf, die gelben Bänder als Zeichen der Reisefreudigkeit ins bunte Indien und als “gelber Energiestrom” nach persönlichem Geschmack auf dem Kopf zu montieren und bekräftigte zur Eröffnung des einmonatigen Tanzreigens: “Let’s move!”

Exotischer Auftakt des ImPulsTanz-Festivals

Bewegung kam zunächst mal von der Leinwand – mit Indienzusammenschnitten, die aus einem Tourismusfilm stammen könnten, begleitet von einer sanften Frauenstimme, die von den Schönheiten des Landes spricht. Passend kündigte ein salbungsvoller Sprecher das nächste Showelement an: Die Kunst der Liebe, der Zauber des Taj Mahal, die große Vergangenheit der Maharadschas. Schleier- und Speertänze, Paillettengeklingel und knappe Lederoutfits, Kopulationsakrobatik und Meditationsästhetik – Indien kompakt eben. Vom wendigen Können der Tänzer zeigte sich das dicht gedrängte Publikum fröhlich beeindruckt, vom raschen Wechsel der Szenerien wurde man sommerlich unterhalten.

Wer sich nach (oder auch vor) dem gestrigen Abend noch nicht zu einer Indienreise entschlossen hat, der kann auch in Wien noch tiefer in die Tanz- und Körpertraditionen des Subkontinents eintauchen. Lewis unterrichtet nach seiner Performance auch bei den Workshops: “Contemporary Indian Dance” vermittelt er als eine Kombination von Kathak und Yoga. “Glamour, Würze, Kitsch” gibt es in seinen Bollywood-Kursen, die für Anfänger, Fortgeschrittene sowie für Kinder.

Alle Infos zum Festival und zu den Tanz-Workshops HIER.

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