Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Sommer 1972 - Trailer und Kritik zum Film

Die junge Regisseurin Wilma Calisir hat mit der Doku „Sommer 1972“ die Geschichte ihrer Familie abgebildet. Ihr Vater ist ursprünglich aus der Türkei und so begibt sie sich auf die Suche nach ihren eigene Wurzeln – leider wenig kurzweilig. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Wilma Calisir ist als die Tochter einer Niederösterreicherin und eines Türken in Waidhofen aufgewachsen. Als ihre Mutter im Sommer 1972 einen Urlaub in der Türkei verbracht hat, hat sie Osman kennengelernt. Die beiden haben sich verliebt und sind zusammen nach Österreich gezogen. Jahrzehnte später geht Wilma mit ihrer Kamera auf Spurensuche. Die Ehe ihrer Eltern ist inzwischen längst geschieden. Sie interviewt ihre Mutter, ihren Vater und Verwandte in der Türkei und in Österreich.

 “Sommer 1972” als Suche nach den Wurzeln

Damit ist die Geschichte erklärt. Jetzt darf man sich eineinhalb Stunden anhören, dass Osman gerne fischt, dass er die Verwandten vor den Kopf gestoßen hat, weil er barfuß durchs Wohnzimmer gelaufen ist, dass er einen Maronistand hatte und so weiter und so fort. Zwischendurch sieht man Wilma bei ihrer Reise in die Türkei, wo sie Pfirsiche im Garten ihrer Verwandten entdeckt und bemerkt, dass man bei langen Zugfahrten ein anderes Zeitgefühl entwickelt. Davor hat sie immer noch Zeit gefunden ihre Kamera aufs Stativ zu schnallen um eine langweilige Geschichte in langweiligen Bildern einzufangen. Leider wirkt der Film immer wieder wie die, zwar ambitionierten, aber unbeholfenen ersten Gehversuche im Film.

Wie ein Urlaubsvideo

Das klingt hart, aber die Dokumentation hat den Charakter eines überlangen Familien- beziehungsweise Urlaubsvideos. Für die Familie Calisir ist das sicher sehr toll anzusehen, aber für kommerzielle Zwecke ist “Sommer 1972” sicher nicht geeignet. Das Thema des Films, die Unterschiede zweier Kulturen, hätte man viel kürzer und damit treffender und bewegender darstellen können. Für 90 Minuten gibt die Geschichte einfach zu wenig her. Hätte man eine zweite Story gegengeschnitten, die sich mit dem Thema auseinandersetzt, hätte man die Aufmerksamkeit der Zuschauer leichter behalten können.

Das mit Abstand Beste an der Doku sind die Credits. Zum einen weil man wieder zu etwas Spannenderem übergehen kann, zum anderen weil sie wirklich gut gemacht sind. In das zweifelsfrei schönste Bild des Streifens – einer wunderschönen türkischen Dämmerungslandschaft – fügen sich die Namen der beteiligten Personen in rot-weiß-rot übereinander angeordnet. Dass es sich um die Farben beider Nationen, Österreichs und der Türkei, handelt, ist ein schöner Zufall. So quälend der Film zuvor teilweise ist, so genussvoll sind die Credits am Ende. “Sommer 1972” liefert eindeutig die Credits des noch jungen Jahres 2012.

Kinostart: 13.4.2012

Trailer zum Film
(BMI)
Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Kino-News und Kinotrailer
  • Sommer 1972 - Trailer und Kritik zum Film
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen