Soldaten töten Dschihad-Mitglied

Bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern ist ein 21-jähriges Mitglied der Islamischen Dschihad getötet worden.

Ein Armeesprecher sagte, der Mann sei “für mehrere terroristische Angriffe in der Region verantwortlich” gewesen. Er habe sich der Festnahme durch die Soldaten wiedersetzt und sei daraufhin erschossen worden.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan äußerte sich unterdessen “tief betroffen” über einen Angriff der israelischen Armee, bei dem am Morgen im Flüchtlingslager Bureij im Gazastreifen zehn Palästinenser getötet wurden, unter ihnen zwei Mitarbeiter der Vereinten Nationen. In einer von Annans Sprecher Fred Eckhard in New York verlesenen Erklärung hieß es, die Mehrzahl der Erschossenen seien Zivilisten gewesen. Israel habe als Besatzungsmacht die Pflicht, die Zivilbevölkerung zu schützen.

Die israelische Regierung müsse für eine Mäßigung der Streitkräfte sorgen. Diese müssten entsprechend dem Völkerrecht mehr Disziplin an den Tag legen. Auch der EU-Repräsentant für Außenpolitik und Sicherheit, Javier Solana, übte Kritik an dem “exzessiven Einsatz von Gewalt” im Flüchtlingslager Bureij.

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