Soho in Ottakring

Vom 21. Mai bis 4. Juni wird das Brunnenmarktviertel in Ottakring wieder zur Kunst- und Kulturmeile- bereits zum siebten Mal kann man Ausstellungen, Kunstprojekte, Konzerte, uvm. besuchen.

Rund 200 nationale und internationale Kulturschaffende machen mit 39 Ausstellungen, 17 Kunstprojekten, 26 Konzerten, fünf Diskussionen, vier Kulturfesten, drei Videos, zwei Musikworkshops und einer Tanzperformance „Soho in Ottakring“ zum siebenten Mal zu einem Stadtteil- und Kulturereignis.


Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) und Bezirksvorsteher Franz Prokop stellten am Donnerstag gemeinsam mit den der Initiatorin Ula Schneider und Birgit Bodmer von der Gebietsbetreuung das Programm vor, das, so Mailath-Pokorny, das Musterbeispiel einer kulturellen Stadtteilinitiative darstellt und das Stadtviertel neu definiert. Besonders wichtig sei die multiethnische Ausrichtung des Festivals. Das Brunnenviertel hat laut Bezirksvorsteher Prokop durch „Soho“ eine wesentliche Aufwertung erfahren. So habe sich in der Grundsteingasse mittlerweile ein Ganzjahres-Kunstbetrieb entwickelt, die Leerstandsquote in den Geschäftslokalen sei erheblich gesunken. Die Stadt Wien fördert das Festival mit 60.000 Euro.


Ursprüngliches Anliegen des 1999 initiierten Festival war die Öffnung von Ateliers und Werkstätten ansässiger Kunstschaffender, Architekten und Designer und die Nutzung leer stehender Lokale für Kulturaktivitäten. 2003 wurde das Konzept dahingehend überarbeitet, dass sich längerfristige Kunstprojekte und deren Präsentation im Jahresrhythmus abwechseln sollten mit einer Saison der Reflexion über den Status Quo des Projekts. Im Vorjahr dachte man über „Allianzenbildung zwischen Kunst und Antirassismus“ nach – das Thema bildet die Basis für die überwiegend prozessual angelegten Projekte, die heuer präsentiert werden.


Die Bandbreite reicht dabei von Interventionen im öffentlichen Raum und multiethnischen Modeprojekten über Theaterproduktionen von AsylwerberInnen und Performancekunst bis hin zu Kunst- und Fotoausstellungen, Film- und Videoprojektionen, Zeitungsprojekten, Lesungen und Konzerten oder einem Workshop, in dem Kinder Musikinstrumente aus recycelbarem Material selber bauen können. Für die verstärkte Kommunizierung stadtplanerischer Anliegen – ein weiteres Ziel des Public-Art-Projects – wurde eine von TU-Studentinnen initiierte Servicestelle für Vertreter kreativer Berufe, die im Viertel Lokale anmieten wollen, eingerichtet.


Eröffnet wird das Festivals am 21. Mai um 17 Uhr auf der „Piazza“ Yppenplatz. Das auch kulinarisch begleitete Eröffnungsprogramm läuft bis 23 Uhr, an den weiteren Tagen gibt wochentags außer Montag jeweils von 17 bis 21 Uhr Programme und geöffnete Ausstellungen, an Samstagen , Sonn- und Feiertagen ab 14 Uhr. Auch „dialogorientierte Übersichtsführungen“ werden angeboten.

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