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So will Wien der Grippewelle trotzen: Maßnahmen und Vorbeugung

Wenn die Grippewelle kommt, ist Wien gut vorbereitet.
Wenn die Grippewelle kommt, ist Wien gut vorbereitet. ©APA/dpa/Andreas Gebert
Die kalte Jahreszeit hat begonnen und so wird auch die Grippe wieder zum Thema. Doch mit einem Maßnahmenbündel zur Vorbeugung und Therapie im Fall einer Grippewelle ist Wien gut vorbereitet.

Die Grippe ist in der kalten Jahreszeit besonders gefürchtet. Doch die Wiener Gesundheitseinrichtungen haben ein Maßnahmenbündel zusammengestellt, dass für die Wiener eine gute Vorbereitung darstellt.

Maßnahmenbündel in Wien präsentiert

“Wie sich in den vergangenen Jahren bereits gezeigt hat, kann es nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen, die jährlichen Grippewellen in einer so großen Stadt wie Wien gut zu bewältigen”, agt der medizinischer Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) Michael Binder.

Gemeinsam mit Ursula Karnthaler von der MA15, der Ärztlichen Leiterin der Wiener Gebietskrankenkasse Barbara Hörnlein, dem Impfreferent der Wiener Ärztekammer Peter Voitl und dem Abteilungsvorstand für Infektions- und Tropenmedizin im Kaiser-Franz-Josef-Spital  Christoph Wenisch präsentierte Binder heute das Maßnahmenbündel zur Vorbeugung und Therapie, falls in Wien die Grippewelle ausbrechen sollte.

Information und Impfung beugen vor

Um informiert zu sein, stellt das Service des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien wöchentlich den Ablauf der Grippeaktivität in Wien online. “Unsere Daten fließen auch in die Bewertung der Grippeaktivität durch das Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien ein, das den Beginn der Grippewelle bestätigt. In der Regel ist das bei einem deutlichen Anstieg der Erkrankungsfälle auf mehr als 10.000 Erkrankte der Fall”, so Karnthaler.

Um geschützt zu sein, wird eine Impfung empfohlen. Insbesondere Menschen mit Vor-Erkrankungen, brauchen länger, um sich von einer Grippe zu erholen. In solchen Fällen kann ein Krankenhausaufenthalt bis zu zwei Wochen dauern. Die Schutzwirkung der Impfung tritt rund 10 bis 14 Tage nach der Impfung ein. Auch zu einem späteren Zeitpunkt ist die Impfung noch sinnvoll.

Die Influenza-Impfung sei gänzlich harmlos und ungefährlich, versicherte Binder in einer Pressekonferenz. Man könne auch von einer Grippeimpfung keine Grippe bekommen, räumte er mit immer wieder herumschwirrenden Falschinformationen auf. Und für alle Altersgruppen sei der Schutz anwendbar – vom Säugling bis zum Hochbetagten.

Laut Karnthaler sind die Österreicher in Sachen Grippe generell Impfmuffel. In Wien liege die Impfungsrate unter zehn Prozent. Besonders ältere Personen und Menschen mit chronischen Erkrankungen wird der jährliche Nadelstich dringend ans Herz gelegt. Denn für sie kann die Influenza besonders gefährlich werden, weil dadurch ohnehin schon geschwächte Organsysteme bedroht seien.

Komplikationen bei Grippe-Erkrankungen

“Die zusätzlichen Komplikationen im Zusammenhang mit Grippe reichen von Bewusstlosigkeit über Herzinfarkt und Schlaganfall bis Muskelzerfall”, warnte Wenisch. So gelte etwa für Menschen mit Herzproblemen im Fall einer Grippeerkrankung ein sechsfaches Herzinfarktrisiko. “Das gilt auch für den Schlaganfall”, verwies Weninger auf jüngste Studien. Und für Personen mit Lungenproblemen können Schimmelsporen, wie sie mitunter auf verdorbenen Lebensmitteln oder auf Fliesenfugen im Badezimmer auftreten können, zur lebensgefährlichen Bedrohung werden, weil sie gewissermaßen Schimmelpilz innerhalb des Organs auslösen können. Betreuungs- oder Pflegepersonal sollte sich ebenfalls schützen, um nicht Patienten und Klienten anzustecken.

Die echte Grippe ist freilich nicht mit – deutlich harmloseren grippeähnlichen – Erkrankungen mit Schnupfen, Husten und Heiserkeit zu verwechseln. Typische Symptome sind bei Männern vor allem Schüttelfrost, bei Frauen ein allgemeines Krankheitsgefühl und Übelkeit. Ältere Personen leiden zudem oft an kognitiven Beeinträchtigungen, erklärte Weninger.

Maßnahmen im Ernstfall

Für eine mögliche Grippewelle liegt auch die Versorgung kranker Kinder an den Wochenenden im Fokus. Der kinderärztliche Notdienst im AKH Wien und im Kaiser-Franz-Josef-Spital sowie drei Kinderarzt-Ordinationen werden an den Wochenenden geöffnet haben. Der Ärztefunkdienst bietet zusätzlich im Fall einer Grippewelle den Dienst von noch mehr Ärzten an.

Zur Verfügung steht auch die kostenlose telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450. Rund um die Uhr kann hier angerufen werden, um sich Ersteinschätzungen der Erkrankungen und Empfehlungen geben zu lassen.

“Ziel in den Spitälern ist es, Grippeerkrankte schnell zu identifizieren, damit niemand weiterer mit Influenza angesteckt wird”, erklärte Binder. So werden fiebernde Patienten sofort mit Masken ausgestattet und in einen eigenen Wartebereich gebracht. Außerdem stehen eigene Grippestationen zu Verfügung.

Schutz gegen die Grippe

“Schutz gegen die Influenza bieten im Wesentlichen die Impfung und eine Reihe an vorbeugenden Maßnahmen”, erklärte Christoph Wenisch. Vorbeugende Maßnahmen sind unter anderem regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden von Hände schütteln, vitaminreiche Ernährung, das Lüften von Räumen, das Vermeiden großer Menschenmengen und das einmalige Benutzen von Papiertaschentücher.

Die Grippe wird durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen. Anzeichen einer Grippe kann plötzliches Fieber, Husten, Halsweh, Kopfweh, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost und Appetitlosigkeit sein. In solchen Fällen sollte der Hausarzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen bedeutet die Therapie Bettruhe und viel trinken. Nur bei lebensbedrohlichen Beeinträchtigungen der Organfunktionen ist eine stationäre Therapie notwendig.

Ausrufung der Grippewelle

Ausgerufen wird eine Grippewelle normalerweise ab 10.000 Erkrankten in Wien. Der Verlauf dauert dann im Normalfall sechs bis acht Wochen. Eine Epidemie schaut aber von Jahr zu Jahr anders aus. 2016/17 war etwa der Höhepunkt schon zum Jahreswechsel erreicht, im Vorjahr erst Ende Jänner und mit einem deutlich langsameren Rückgang.

(APA/Red)

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