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Slowakische Familie wohnt zwischen Gräbern auf dem Friedhof

Bratislava - Eine vierköpfige Familie hat sich notgedrungen in der mittelslowakischen Bezirksstadt Ziar nad Hronom den städtischen Friedhof als Wohnsitz gewählt.

Weil Marcela Kolocajova und ihr Lebensgefährte Dusan Stupar die Miete nicht mehr zahlen konnten, wurden sie von ihrem privaten Vermieter schon vor fünf Monaten vor die Tür gesetzt. Die einzige Notunterkunft der Stadt sei seit langem überbelegt, und bei Bekannten hätten sie auch nur vorübergehend Unterschlupf gefunden, erzählten sie der Tageszeitung Sme (Montag-Ausgabe).

Als Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung hätte Dusan zwar die Erlaubnis bekommen, allein in einem Geräteschuppen mit Umkleidekabine zu übernachten, nicht aber mit seiner ganzen Familie. So zog das Paar es vor, sich mit der 16-jährigen Tochter und dem elfjährigen Sohn auf den Besucherbänken zwischen den Gräbern einzurichten. „Vor den Toten haben wir keine Angst, eher vor Erkältungen“, sagte die Frau der Zeitung. Sie beklagte, dass der früher frei zugängliche Wasseranschluss des Friedhofs seit einigen Tagen abgesperrt sei.

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