SK Rapid Wien will Europa-League-Aufstiegschance wahren

Rapid steht vor dem Spiel gegen Genk unter Druck.
Rapid steht vor dem Spiel gegen Genk unter Druck. ©APA
 Im Kampf um den Aufstieg in der Fußball-Europa-League ist Rekordmeister SK Rapid Wien unter Druck. Die Wiener haben nach dem 0:1 beim FC Thun und dem 2:2 gegen Dynamo Kiew erst einen Punkt auf dem Konto.

“Genk hat eine exzellente Ausgangsposition. Wenn wir noch eine Chance haben wollen, müssen wir aus Genk etwas mitnehmen”, sprach Rapid-Trainer Zoran Barisic vor dem ersten Duell mit dem belgischen Tabellenvierten Klartext. Das sah auch Kapitän Steffen Hofmann so. “Wir müssen jetzt schauen, in den zwei Spielen gegen Genk so viele Punkte wie möglich zu holen.”

SK Rapid Wien gegen KRC Genk

Wichtig wird es für die Hütteldorfer sein, dass sie von Beginn an hellwach sind. Gegen Thun mussten sie nach einem Schneuwly-Treffer (35.) einem Rückstand nachlaufen, und das war auch im Aufeinandertreffen mit Kiew nach einem Treffer von Andrij Jarmolenko (30.) und einem Dibon-Eigentor (34.) der Fall. Zuletzt in der Meisterschaft gegen Sturm Graz lagen die Wiener beim 2:2 schon nach 26 Minuten 0:2 zurück.

“Wir bringen uns durch Unkonzentriertheiten immer wieder in die Bredouille. Wir haben es sehr oft wieder korrigieren können, aber das kostet viel Kraft und sollte einfach nicht passieren”, sagte Barisic. Vor allem gegen die Truppe von Coach Mario Been, die gut in Form ist, gilt es über 90 Minuten die Konzentration hoch zu halten. “Genk ist eine spielerisch sehr starke Mannschaft, man sieht, dass jeder Spieler Fußball spielen kann”, lobte Barisic den dreifachen belgischen Meister.

“Die ein oder andere Möglichkeit” für die Wiener

Der Rapid-Trainer machte sich beim 4:0-Heimerfolg Genks am Samstag gegen Lierse selbst ein Bild vom Gegner. “Sie spielen schnell in die Tiefe, haben vorne viel individuelle Qualität und sind bei Standards gefährlich”, weiß Barisic. Der Wiener stieg am Mittwochvormittag trotzdem mit einem positiven Gefühl in den Flieger nach Lüttich, von wo es in das rund 50 Kilometer entfernte Genk ging. “Wir müssen die Räume nach hinten verdichten, eng am Mann stehen, aggressiv attackieren und dürfen keine Fehler machen”, nannte Barisic das Erfolgsrezept.

Zudem sei es auch wichtig im Spiel nach vorne initiativ zu werden. “Wenn wir unsere Sache gut machen, wird es auch die eine oder andere Möglichkeit für uns geben”, war sich Rapids Trainer sicher.

Aufstellung für das Match: 19-Mann-Kader

Gegenüber dem Sturm-Spiel ist eine Änderung fix, da Lukas Grozurek “aus sportlichen Gründen” nicht in den 19-Mann-Kader berufen wurde. Der langzeitverletzte Deni Alar und Guido Burgstaller fehlen nach wie vor.

Genk und Rapid kann man in gewisser Weise miteinander vergleichen, beide Teams haben auch das Ziel Spieler zu entwickeln und gewinnbringend zu verkaufen. “Sie haben eine gewisse Philosophie, die sie schon lange verfolgen. Sie sind da aber viel weiter als wir”, ist sich Barisic bewusst. Das wird auch daran deutlich, dass Genk im Sommer den finanziellen Spielraum hatte, um etwa den belgischen Stürmer Ilombe Mboyo um rund vier Millionen Euro zu verpflichten. “Daran sieht man, dass sie eine gewisse Qualität haben müssen”, betonte Barisic. Die Europacup-Bilanz gegen belgische Teams ist für seine Truppe vor dem ersten Duell mit Genk überhaupt mit je vier Siegen und Niederlagen sowie zwei Remis ausgeglichen.

Spiel ist noch nicht ausverkauft

Einen echten Hexenkessel müssen die Wiener am Donnerstag nicht fürchten. Bis Montag waren 11.000 Karten für das fast 25.000 Zuschauer fassende Stadion verkauft. 1.400 Anhänger davon werden die Gäste lautstark unterstützen. Ein kleiner Teil der Fans flog bereits am Mittwoch mit der Mannschaft mit. Am Donnerstag folgen zwei Tagesflieger mit jeweils 200 Anhängern. Die restlichen rund 900 Rapid-Fans reisen auf eigene Faust an. (APA)

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