Sixto Rodriguez lieferte fulminanten Auftritt in der Wiener Stadthalle

Sixto Rodriguez war am Mittwoch live zu Gast in der Stadthalle.
Sixto Rodriguez war am Mittwoch live zu Gast in der Stadthalle. ©AP
Am Mittwoch war die Stadthalle F ausverkauft: US-Amerikaner Sixto Rodriguez lieferte vor 1.850 Zuschauern mit Songs aus seinen Alben einen umjubelten Auftritt.

“Searching for Sugar Man” hieß die im Vorjahr bei der Oscarvergabe als bester Dokumentarfilm ausgezeichnete Produktion aus dem Jahr 2012. Diese machte den Mann aus Detroit mehr als 40 Jahre nach seinem letzten von zwei erfolglosen Studioalben international bekannt. Psychedelischer Folkrock der Post-Hippie-Ära ist auf diesen zu finden, der am Mittwoch in der Stadthalle um einiges rockiger interpretiert wurde.

Auftritt zum oscarprämierten Dokumentarfilm

Dazu wurden nicht wenige Klassiker von “Blue Suede Shoes” bis hin zu “Fever” serviert – die Fremdkompositionen macht rund ein Drittel der Songs aus. Eine Kombination die vom Publikum aber durchaus dankbar angenommen und zweimal mit Standing Ovations bedacht wurde.

Faszinierend war aber eigentlich ohnehin die Geschichte, die den späten kommerziellen Erfolg von Sixto Rodriguez auslöste: Ein Künstler dreht dem Musikbusiness nach zwei erfolglosen Studioalben den Rücken zu, wird ohne es zu bemerken aber in Südafrika, Australien und Neuseeland zum Kult und von einigen für sogar für tot gehalten. Diese Story, die der “Sugar Man”-Film zum Inhalt hat, sorgte für einen späten internationalen Durchbruch des 71-Jährigen.

Sixto Rodriguez live in der Stadthalle Wien

Ohne diesen ungewöhnlichen Hintergrund wäre der gestrige Auftritt wohl einer unter vielen gewesen. Die recht konventionelle Mischung aus Rock ‘n’ Roll, Blues und Folk begeisterte jedoch, da sie von einer lebenden Legende präsentiert wurde. Da störte es auch nicht, wenn diese von seiner Begleitband in den rockigeren Passagen akustisch in den Hintergrund gedrängt wurde.

(APA/Red)

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