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Simon Wiesenthal feiert 95. Geburtstag

Der jüdische Architekt überlebte die NS-Zeit trotz Aufenthalts in insgesamt zwölf Konzentrationslagern - er half mit, 1.100 Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen.

Der große „Nazi-Jäger“ Simon Wiesenthal feiert am Mittwoch seinen 95. Geburtstag. 1908 in Galizien geboren, überlebte der jüdische Architekt die NS-Zeit trotz Aufenthalts in insgesamt zwölf Konzentrationslagern. Nach 1945 verschrieb sich Wiesenthal der Suche nach den Naziverbrechern. Als sein größter Fang gilt Adolf Eichmann, Hitlers Planer der Judenvernichtung.

Insgesamt half Wiesenthal, mehr als 1.100 Fälle vor Gericht zu bringen, auch wenn nicht alle mit Verurteilungen endeten. Wiesenthal lebt heute zurückgezogen in Wien.

Gratulationen kamen unter anderem von den Nationalratspräsidenten Khol (V) und Fischer (S). „Wiesenthal ist einer der letzten bedeutenden Zeitzeugen des vergangenen Jahrhunderts, der sein Leben in den Dienst der Wahrheit und Gerechtigkeit gestellt hat und noch immer stellt“, würdigte Khol das Wirken Wiesenthals.

Fischer betonte, die Rolle Wiesenthals bei der Aufklärung von NS- Kriegsverbrechen sei nicht nur in Österreich, sondern weltweit anerkannt und ein Besuch im Simon Wiesenthal-Zentrum in Washington und auch Besuche in Israel unterstreichen das in eindrucksvoller Weise.

Redaktion: Bernhard Degen

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