Silvestermord: Trio wegen Mordkomplotts in U-Haft

Im sogenannten Silvestermord hat das Wiener Straflandesgericht über den mutmaßlichen Haupttäter Alexander W. (20) und zwei Komplizen, die in das Mordkomplott eingeweiht gewesen sein sollen und den Anschlag unterstützt haben dürften, die U-Haft verhängt. "Bei Mordverdacht ist die U-Haft obligatorisch", meinte Gerichtssprecher Christian Gneist am Freitag gegenüber der APA zu den Haftgründen.
Hinter Silvestermord steckte Mordkomplott
"Silvestermord" steht vor Klärung
Hinweise zu Silvester-Mord

Demgegenüber haben sich die Verdachtsmomente, wonach der Installateurlehrling Alexander W. einen dritten Helfer bei der Tatausführung hatte, nicht erhärtet. Gegen den 20-jährigen Christopher U. wird von der Staatsanwaltschaft nur mehr wegen Begünstigung ermittelt. Der Bursch dürfte nichts von den mörderischen Plänen gewusst haben. “Da wir derzeit nicht davon ausgehen, dass er als Beteiligungstäter am Mord anzusehen ist, haben wir bei ihm keine U-Haft beantragt”, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der APA.

Alexander W. hatte die angebliche Vergewaltigung seiner Freundin rächen wollen, nachdem das entsprechende Strafverfahren gegen den vermeintlichen Täter Harald W. eingestellt worden war. Der junge Mann fand die Adresse des 35-Jährigen aus, spionierte diesen aus und soll dann minuziös einen Mordanschlag auf Harald W. geplant haben.

Am 31. Dezember 2009 suchte der 20-Jährige das Opfer auf und schoss diesem mit einer Pistole in den Mund. Seine Freunde Prabhjot S. (21) und Ulas D. (23) sollen ihn dabei tatkräftig unterstützt haben. Harald W. schleppte sich noch in ein Lokal auf der gegenüberliegenden Straßenseite und starb am Weg ins Krankenhaus.

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