Siedlungsabbau im Gazastreifen

Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon erwägt nach einem Zeitungsbericht die Räumung sämtlicher jüdischer Siedlungen im Gazastreifen.

 Auch einzelne Siedlungen im Westjordanland sollten im Zuge einer Stationierung der Streitkräfte „entlang einer neuen Sicherheitslinie” evakuiert werden, berichtet die israelische Tageszeitung „Maariv” am Dienstag.

Der Regierungschef hat das Vorhaben demnach bei mehreren Treffen mit Kabinettsmitgliedern sowie Abgeordneten der rechtsgerichteten Koalition und der Opposition erörtert. Die Gespräche hätten mit Blick auf seine mit Spannung erwartete Rede vor der Sicherheitskonferenz von Herzlija am Donnerstag stattgefunden. Sharon rechnet zudem laut der Zeitung „Haaretz” mit dem Ende der Regierung des palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei innerhalb der kommenden sechs Monate.

Jüdische Siedler würden „nicht langfristig” im Gazastreifen leben, zitierte „Maariv” aus den Gesprächen Sharons. Großjerusalem einschließlich der jüdischen Viertel im annektierten Osten der Stadt sowie die Siedlungen Maalei Adumim, Gush Etzion und Ariel im Westjordanland bleiben demnach unter israelischer Kontrolle. Angesichts des festgefahrenen Friedensprozesses hat Sharon in den vergangenen Wochen wiederholt einseitige Maßnahmen gegenüber den Palästinensern angekündigt.

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