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Sieben Urlaubswochen für Beamte

Die neue Arbeitszeit-Novelle für Beamte, bringt diese Berufsgruppe noch mehr in Verruf als sie ohnehin schon ist. Ab 2010 bekommen Bedienstete der Stadt noch eine zusätzliche Woche Urlaub.

Während andere Berufstätige sich mit fünf Wochen Urlaub zufrieden geben (müssen), winkt den Angestellten der Stadt Wien nun eine siebente Woche Urlaub. Dies und andere “Goodies” wurden in der neuen Arbeitszeit-Novelle für Beamte festgelegt, welche teilweise bereits ab 2009 in Kraft tritt.

Dies stößt natürlich in Wirtschaftskreisen auf heftigste Kritik, so auch bei Franz Fiedler, Ex-Rechnungshof-Präsident und Verwaltungsexperte. Für ihn sind die neuen Regelungen schier inakzeptabel. “In Zeiten wie diesen müsste die Stadt auf die Kostenbremse steigen”, äußerte er sich gegenüber der österreichischen Tageszeitung “Die Presse”.

Die Gewrkschaft der Gemeindebediensteten sieht das Ganze natürlich etwas gelassener. Denn drei der zusätzlichen fünf Urlaubstage dürfen von den Beamten ohnehin erst ab dem 57 Lebensjahr konsumiert werden. Die restlichen zwei Tage dann ab dem 60. Lebensjahr. Mit dieser Regelung wolle man demnach nur den zahlreichen Frühpensionierungen  vorbeugen, denn in diesem Alter sei die Mehrheit der Wiener Beamten bereits im Ruhestand.

In jedem Fall ist die neue Arbeitszeiten-Novelle für Beamte äußerst umstritten. Besonders in Anbetracht wirtschaftlich schlechten Zeiten, in welchen viele Arbeitnehmer und Selbständige mit geringem Einkommen und Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben, stoßen solch kostenaufwändige Verbesserungensmaßnahmen für Beamte bei vielen auf pures Unverständnis.

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