Sicherheit in Wiener Öffis

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Die Hemmschwelle von Terroristen in Wiens U-Bahnnetz zuzuschlagen, könnten etwas höher sein als in anderen Städten. Auch wären die Folgen etwas weniger verheerend als in anderen Metros:

„Wir haben das Glück, keine alte U-Bahn zu haben“, sagte Michael Lichtenegger, Geschäftsführer des betrieblichen Bereichs der Wiener Linien am Rande eines Workshops zur Sicherheit im öffentlichen Verkehr, vor Journalisten. Besonders bei den neueren Stationen (U3 und U6) bemühte man sich schon im Bau, unübersichtliche Ecken und enge Gänge zu vermeiden.

Nicht zuletzt wegen Wiens Rolle als Konferenzstadt und UNO-Sitz wird die Gefahr eines Terroranschlags nicht außer Acht gelassen. Dabei gebe es zwei Möglichkeiten, sagte Lichtenegger: Eine sei die Prävention, die andere das Krisenmanagement, wenn es dennoch zu einer Katastrophe komme. Zur Prävention zählt etwa das Know-How im Unternehmen, das man beispielsweise durch internationalen Erfahrungsaustausch bekomme.

Als weiteren wichtigen Punkt in der Prävention nannte Lichtenegger das Training: Die Stationswarte müssen eine eigene Ausbildung absolvieren. dabei werden sie auch geschult, auffällige Personen auszumachen, „wenn etwa drei Tage hintereinander jemand in die Station kommt und fotografiert, aber nicht in die U-Bahn steigt“. Durchschnittlich in jedem zweiten Halt sitzt ein Stationswart, zusätzlich gibt es mobile Aufsichtsorgane.

Die Wiener Linien testen derzeit die Videoüberwachung in Zügen. Der Pilotversuch – „unter Aufsicht der Datenschutzkommission“, wie Lichtenegger betonte – startete im August 2005, Mitte dieses Jahres sollen die Ergebnisse mit der Kommission abgeglichen werden. „Ich gehe davon aus, dass das kommen wird“, sagte der Geschäftsführer. Nicht zuletzt habe die Auswertung der Videodaten nach den Londoner Anschlägen beeindruckt. Ebenfalls im Sommer soll es die nächste Katastrophenübung geben.

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