Sichere Kommunikation im Urlaub

Webmail und Chat werden von den Urlaubern gerne genutzt. Bei unsachgemäßer Nutzung des Internetzugangs ermöglicht man allerdings Dritten den leichten Zugriff auf seine komplette Korrespondenz.

Problematisch ist vor allem die Nutzung von Webmail-Lösungen wie Google Mail oder GMX. Erfolgt der Zugriff nicht über eine verschlüsselte Verbindung (erkennbar an dem „https“ am Beginn der Adresse), haben Angreifer leichtes Spiel, Benutzernamen und Passwörter mitzulesen. Selbst auf dem Hacker-Kongress „DefCon“ konnten Anfang August wegen Unterlassung dieser einfachen Verhaltensmaßnahme zahlreiche Benutzerdaten von Teilnehmern gesammelt werden.

Ebenfalls ein Problem können die Zwischenspeicher der Browser darstellen. Löscht man den so genannten Cache des Internet Explorers oder Firefox nicht, nachdem man im Internet-Cafe fertig ist, besteht wiederum die Möglichkeit, dass der nachfolgende Benutzer Zugriff auf die Daten des vorherigen Benutzers bekommt. Selbiges gilt natürlich auch, wenn man ein Chat-Programm auf einem fremden Rechner benutzt. Hier wird zumeist sogar das ganze Gespräch auf dem PC mitprotokolliert.

Schützen kann man sich vor der Datenspionage, indem man darauf achtet, nur Adressen mit einem vorangestellten „https://“ zu verwenden. Zumeist reicht es aus, in der bekannten Adresse, beispielsweise „http://mail.google.com“ das „http“ durch die sichere Variante zu ersetzten.

Des weiteren sollte man daran denken, den Internet-Cache sowie etwaige gespeicherte Passwörter zu löschen, falls man einen öffentlich zugänglichen PC benutzt. Hier hilft eine Trockenübung auf dem heimischen PC vor dem Urlaub, da die Anordnung und Position der notwendigen Menüpunkte und Befehle auch auf fremdsprachigen PCs oft dieselbe ist.

Im Zweifellsfall sollte man jedoch alle Passwörter nach dem Urlaub ändern. Und am Besten gleich so, dass für jeden Online-Dienst, den man benutzt, ein unterschiedliches Passwort gilt. Damit hält man den Schaden in Grenzen, selbst wenn einmal ein Passwort abgefangen wird.

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