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Shuttle "Discovery" an ISS angedockt

Der Space-Shuttle "Discovery" hat am Montagabend an die Internationale Raumstation ISS angedockt. An der Raumfähre hat es einen leichten Einschlag gegeben.

An der Raumfähre „Discovery“ hat es auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) einen leichten Einschlag gegeben. Was für ein Objekt die linke Tragfläche getroffen hat, ist noch unklar, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Nach dem Andocken an der ISS benutzten die Shuttle-Astronauten den Roboterarm der Raumstation, um den Einschlag zu untersuchen.

„Es sieht so aus, als ob etwas vorgefallen ist“, sagte der NASA-Einsatzleiter John Shannon. Bei der vorangegangenen Inspektion sei an dem Flügel noch nichts Auffälliges bemerkt worden. Der Sensor habe eine Berührung oder einen Einschlag gemeldet, was aber nicht als Besorgnis erregend eingestuft worden sei. Dennoch habe die NASA eine genauere Überprüfung beschlossen. Eine endgültige Einschätzung des Schadens lag noch nicht vor. Die NASA erklärte jedoch, sie rechne nicht damit, dass die Mission der „Discovery“ in irgendeiner Weise beeinträchtigt werden könnte.

Etwa eine Stunde vor dem Andocken an die ISS flog der Raumtransporter so an der Raumstation vorbei, dass die Besatzung Fotos von seiner Unterseite machen konnte. Damit sollten etwaige weitere Schäden aufgedeckt werden. Seit der Explosion der „Columbia“ im Februar 2003 bei der Rückkehr zur Erde ist die NASA besonders besorgt über mögliche Schäden am Hitzeschild, die beim Wiedereintreten in die Erdatmosphäre zur Katastrophe führen könnten.

Nach dem gelungenen Andocken und der Öffnung der Verbindungsluken begrüßten die drei ISS-Besatzungsmitglieder, darunter der deutsche Astronaut Thomas Reiter, die Shuttle-Astronauten an Bord der Raumstation. Reiter soll in einer Woche mit der Shuttle-Besatzung zur Erde zurückkehren. Er wird dann nach einem halben Jahr im All von Sunita Williams abgelöst, die ebenfalls sechs Monate in der ISS bleiben wird. Williams ist erst die dritte Frau in einem Langzeiteinsatz im All.

Die „Discovery“-Astronauten, darunter der Schwede Christer Fuglesang, haben ein schweres Arbeitspensum vor sich. Sie sollen in mehreren Außenbordeinsätzen eine zwei Tonnen schwere Erweiterung des Spacelab-Moduls installieren. Ferner sollen sie die ISS an die neue Stromversorgung von Solarsegeln anschließen, die bei der letzten Shuttle-Mission angebracht worden waren.

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