Sexshop für Frauen eröffnet

Endlich werden auch Wienerinnen "bedient": Am Donnerstag eröffnet gegenüber vom "Condomi" das "Separee", wo Frau im angenehmen Umfeld das ein oder andere Spielzeug findet.

Die Zeiten, in denen man als Frau verstohlen in vor allem für männliche Bedürfnisse ausgestattete Sexshops gegangen ist, sind vorbei. Am kommenden Donnerstag (27. November) eröffnet in der Otto-Bauer-Gasse in Wien-Mariahilf (-> Stadtplan) ein Erotikfachgeschäft, das zum ersten Mal nur der Kauflust des weiblichen Geschlechts nachkommen möchte. Das „Separee“ bietet auf 69 Quadratmetern „hauptsächlich Produkte wie sinnliche Wäsche und Vibratoren“, sagte Inhaberin Ingrid Mack.

Die Idee zu diesem Geschäft entstand vor zwei Jahren. „Die Nachfrage nach den typisch weiblichen Artikeln ist von Jahr zu Jahr gestiegen und war dementsprechend groß“, so Ingrid Mack. „Deswegen ist mir dieses Projekt sehr am Herzen gelegen.“ Es sollte kein schmuddeliger Sexshop werden, sondern ein sinnliches Erotikgeschäft. Deshalb gebe es auch keine schützenden Vorhänge, sondern ein helles, freundliches Lokal, das an Wohnzimmeratmosphäre erinnert. „Wir haben eine große Glastür und viel Auslage.“

Besonders Ältere suchen nach was Neuem

Das „Separee“ eröffnet gegenüber dem ersten Geschäft der 38-Jährigen, der Kondomerie „Condomi“. Die Frauen seien bei ihr schon immer der größere Teil der Kunden gewesen. „Sie wollen eher zur Abwechslung beim Sex beitragen. Sie sind aufgeschlossener und machen sich Gedanken, wie sie den Partner überraschen können.“ Besonders ältere Kundschaften wollen bei der Erotik gefördert werden und suchen nach etwas Neuem.

Und auf Neuigkeiten legt Ingrid Mack wert. „Derzeit sind Vibratoren aus Glas im Kommen. Aber auch die gesamte Kamasutraserie erfreut sich bereits im ’Condomi’ größter Beliebtheit.“ Diese Artikel werden ins „Separee“ übersiedeln. Aber auch Badezusätze, trinkbare Liebesöle, duftende Puder, Federn, erotische Spiele, Duftkerzen und japanische Räucherstäbchen werden zum zukünftigen Sortiment gehören.

“Ich teste alles persönlich”

Qualität ist der 38-Jährigen besonders wichtig. „Ich teste diese Dinge persönlich aus. Es dürfen keine schlechten Produkte ins Geschäft. Und da macht man gerne private Überstunden“, meinte Ingrid Mack lächelnd. „Ich will ja zufriedene Kundinnen.“

Die Geschäftsinhaberin hatte vor zehn Jahren ihren Unterhalt noch als Kellnerin verdient. „In Zürich hab ich dann eine Kondomerie gesehen.“ Eine Freundin von Ingrid Mack war HIV positiv und da stand für die 38-Jährige fest, dass sie das erste derartige Geschäft in Wien eröffnen möchte.

Link:www.condomi.at

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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