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"Sexkoffer" neu: Wiener Grüne für "zeitgemäßen Sexualkundeunterricht"

©© Sexkoffer in NÖ: www.st-poelten.gv.at
Die Wiener Grünen fordern eine Reformierung des Sexualkundeunterrichts an öffentlichen Schulen:

Als zentrale Inhalte dieses “zeitgemäßen Sexkoffers” wünscht sich die Grüne Schulsprecherin Susanne Jerusalem unter anderem mehr externe Sexualpädagogen, Aufklärung bereits ab dem Kindergartenalter sowie eine Ausklammerung der Sexualkunde aus dem Religionsunterricht. Derzeitige Lehrmethoden würden die Jugendlichen nicht erreichen, so Jerusalem in einer Pressekonferenz am Dienstag.

Als Hintergrund für den Grünen Appell, der sich in erster Linie an Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl sowie an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (beide S) richte, nannte Jerusalem die “große Unzufriedenheit der Jugendlichen mit dem Sexualkundeunterricht”. Problematisch sei die Aufteilung des Themas auf zwei Unterrichtsfächer: “Während in Biologie Anatomie und Hormonhaushalt im Vordergrund stehen, wird im Religionsunterricht häufig Anti-Abtreibungspropaganda betrieben und moralisiert”, beklagte sie.

Die Wiener Grünen fordern deshalb eine gänzliche Ausklammerung der Sexualkunde aus dem Religionsunterricht. Die Positionen der anerkannten Religionsgemeinschaften widersprächen den Interessen des Staates, hieß es. Mögliche Widerstände vor allem in Familien mit muslimischem Hintergrund schloss Jerusalem nicht aus. Sie meinte, man dürfe sich im Interesse der Buben und Mädchen jedoch nicht konfliktscheu zeigen.

Zusätzlich sprach sich die Grün-Politikerin für den vermehrten Einsatz von externen Sexualpädagogen aus, da Schüler mit diesen leichter ins Gespräch kämen als mit Lehrern der eigenen Schule. Außerdem forderte sie Aufklärung in nach Geschlechtern getrennten Kleingruppen anstatt Frontalunterricht, mehr Informationen über die Vorbeugung ungewollter Schwangerschaften bzw. über Möglichkeiten nach der Geburt.

Jüngste Zahlen zu steigenden Abtreibungen bei 14- bis 19-Jährigen sowie Informationsdefizite bei Verhütungsmethoden würden die Neuauflage eines “Sexkoffers” nötig machen, so Jerusalem. Zudem solle mit der Aufklärungsarbeit bereits ab dem Kindergartenalter begonnen werden.

Die zuständige Jugendstadträtin Grete Laska (S) ließ am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz wissen, sie wundere sich über die Forderung der Grünen. So beinhalte der im Vorjahr beschlossene Bildungsplan für die 3- bis 6-Jährigen auch eine Ausweitung des Sexualkundeunterrichts auf diese Altersgruppe. Und der Plan werde wie vereinbart umgesetzt.

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