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Sex on the Beach

Britischer Humor hat einen guten Ruf. Trocken, mitunter etwas subtil und dabei stets auf einem gewissen Niveau - wenn eine Komödie in England Rekorde bricht, sind die Erwartungen hoch. Alle Spielzeiten auf einen Blick

“Sex on the Beach” spielte an seinem ersten Wochenende auf der Insel das beste Ergebnis ein, das eine britische Komödie je erreichte. Zudem verkaufte sich die DVD allein am ersten Tag über eine halbe Million Mal. Am Freitag kommt der Film von Regisseur Ben Palmer in die österreichischen Kinos.

Vier Teenager, ein Urlaub und keinerlei Hemmungen – die Richtung ist schnell vorgegeben. Will (Simon Bird), Simon (Joe Thomas), Jay (James Buckley) und Neil (Blake Harrison) haben ihren Schulabschluss in der Tasche und wollen sich mit einem Party-Marathon auf Kreta belohnen. Viele Sex-Sprüche, Weisheiten über Frauen und das Nachtleben im Allgemeinen erinnern an Teenager-Komödien wie “American Pie”.

Auf der Insel stellt sich den Jungs dann dieselbe Frage, wie zu Hause: Wie lernt man überhaupt Mädchen kennen? Zur Überraschung aller klappt das schon am ersten Abend – keiner Konkurrenz in der fast leeren Bar und vier englischen Touristinnen sei Dank: Alison (Laura Haddock), Lisa (Jessica Knappett), Lucy (Tamla Kari) und Jane (Lydia Rose Bewley). Neil allerdings interessiert sich eher für die Frauen jenseits der 50, Will flüchtet sich hinter eine Mauer aus Ironie, Simon erzählt seiner neuen Bekanntschaft ausschließlich von seiner Ex und Jay bekommt die dicke Jane ab – und ertränkt seinen Frust in Schnaps.

Ohne die in England äußerst beliebte Serie “The Inbetweeners” gesehen zu haben – die Grundlage für den Film – fehlt dem Zuschauer allerdings immer wieder das nötige Wissen, um die Komik in dieser und vielen anderen Szenen zu entdecken. Neils unglaubliche Naivität und seine erste Tanzeinlage auf der fürchterlich schlechten Party eines Camping-Clubs beispielsweise kennen nur die wenigsten deutschen Kinobesucher – und können die Anspielung durch sein Solo in der Bar nicht verstehen. Auch Simons Vorgeschichte mit seiner Ex-Freundin Carli wird im Kinofilm nur kurz angerissen; und die tragische Komik seiner verzweifelten Rückeroberungsversuchen versickert.

Die Drehbuchautoren Iain Morris und Damon Beesley haben für Fans und Kenner der britischen Sitcom keinen großartigen, aber einen vergnüglichen Kinofilm geschrieben. Kinogänger ohne Berührungen mit einer der drei Staffeln dagegen werden in den eineinhalb Stunden vor allem viele schlechte Witze hören – die Anspielungen und Zitate bleiben dagegen unerkannt. Und die Erwartungen an britischen Humor unerfüllt.

(APA)
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