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Sex-Mord in Hietzing: Verdächtiger wurde für zurechnungsfähig erklärt

Zu dem Mord in Wien-Hietzing, bei dem Stefanie P. mit zahlreichen Messerstichen ermordet und zerstückelt wurde, gibt es nun ein psychiatrisches Gutachten. Der 22-jährige Verdächtige Philipp K. dürfte zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen sein.
Ex-Freundin unabsichtlich zerstückelt
Mutmaßlicher Mörder festgenommen
Der 22-jährige Philipp K., der in der Nacht auf den 2. Juli 2010 seine Ex-Freundin Stefanie P. (21) mit zahlreichen Messerstichen zu Tode gebracht und anschließend zerstückelt haben soll, war zum Tatzeitpunkt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zurechnungsfähig. Zu diesem Ergebnis kommt das psychiatrische Gutachten, das nun bei Gericht eingelangt ist. Da somit die Schuldfähigkeit des Verdächtigen erwiesen scheint, dürfte für die Staatsanwaltschaft der Weg für eine Mordanklage geebnet sein.

Verdächtiger im Mordfall für zurechnungsfähig befunden

Der psychiatrische Sachverständige Karl Dantendorfer hält es für “hochgradig unwahrscheinlich”, dass bei Philipp K. eine volle Berauschung gegeben war, was der Verantwortung des 22-Jährigen widerspricht, der zuletzt angegeben hatte, er wäre beim Treffen mit der jungen Frau infolge seiner schweren Alkoholisierung eingeschlafen und habe am nächsten Morgen beim Aufwachen die Leiche der von unbekannter Hand Getöteten vorgefunden.

Mutmaßlicher Täter leidet an Persönlichkeitsstörung

Laut psychiatrischer Expertise leidet der Mann, der am kommenden Donnerstag seinen 23. Geburtstag feiert, an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung. “Unter der Voraussetzung, dass das hohe Gericht zum dem Schluss kommt, dass er die ihm zur Last gelegte Tat tatsächlich begangen hat, ist aus psychiatrischer Sicht davon auszugehen, dass er die Tat unter wesentlichem Einfluss der oben angesprochenen Persönlichkeitsstörung begangen hat“, betont Dantendorfer.

Folglich empfiehlt der Gutachter – sollte sich die Schuld des Verdächtigen herausstellen – diesen in eine Anstalt für geistig abnormen Rechtsbrecher einzuweisen, da eine “seelische oder geistige Abartigkeit höheren Grades” gegeben sei und – was das Begehen weiterer sexueller Straftaten betrifft – “von einer ungünstigen Gefährlichkeitsprognose für den Beschuldigten auszugehen ist“.

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