Servus Ishq - Trailer und Kritik zum Film

Regisseur, Schauspieler und Drehbuchschreiber Sandeep Kumar hat ein Faible für seine Wahlheimat Österreich und betreibt seit einigen Jahren die Verschmelzung von Bollywood mit dem Austrofilm. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Nach “Kesariya Balam – Liebe ohne Grenzen” 2010 legt er nun mit “Servus Ishq” nach. Und dabei beschleicht den Zuseher das ungute Gefühl, das hier zusammenwächst, was nicht zusammengehört. Ab Freitag im Kino.

Servus Ishq: Die Geschichte

Das ungute Gefühl mag allerdings weniger am Genre selbst, denn an der Ausführung liegen, denn an sich bleibt “Servus Ishq” ganz im bekannten Rahmen der indischen Erfolgsfilme. So kommt die bildhübsche Maya (Victoria Nogueira) aus Indien nach Österreich geflogen, wo sie auf den Spuren ihrer jüngst verstorbenen Großmutter wandelt und deren Urne in Mariazell bestatten will. Jay (Sandeep Kumar persönlich), ein Freund der Familie, begleitet sie durchs idyllisch gefilmte Wien und Tirol. Die Liebe schlägt unvermeidlich zu, die Handtaschenräuber ebenso und damit wird das Finale blutig, geht aber – so viel kann man wohl verraten – gut aus.

Zuallererst leidet der Film jedoch an seiner mit hölzern noch höflich umschriebenen Synchronisation, respektive den Drehbuchzeilen. “Ich liebe es, durch Österreich zu fahren – das Land ist so schön. Gebe es einen Himmel auf Erden, wäre er sicher genau hier”, mag ja noch an Rosamunde Pilcher gemahnen.

Servus Ishq: Die Kritik

Aber “Ich liebe Eis über alles! Woher wusstest du das?”, strapaziert dann schon den Intellekt des Publikums – es ist ja nun nicht so, dass Jay Mayas heimliche Schwäche für Wirsing erraten hätte.

Hinzu kommen falsche Fokussetzung, Anschlussfehler, wenn Telefonhörer auf mysteriöse Weise von einer Hand in die andere wandern und Logikschwächen, wenn die alte Tante Gisela von ihrem Leben ohne Liebe berichtet und warum sie nie geheiratet hat – mit deutlich sichtbarem Ehering am Finger. Immerhin kann der von Josef Aichholzer (“Die Fälscher”) koproduzierte Streifen mit einer für sein Genre nicht unwesentlichen Qualität aufwarten: Die Lieder, die mit Ausnahme des Abspanns praktisch choreografiefrei präsentiert werden, stünden jeder Bollywood-Großproduktion gut zu Gesicht. Beim Rest gilt leider mehrheitlich: Na servus, Ishq.

(APA)

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