Serienmörder von Long Island: Taucher helfen bei Spurensuche

Bei der Jagd nach einem möglichen Serienmörder auf Long Island werden nun auch Polizeitaucher eingesetzt.
Bilder: Suche nach dem Serienkiller
Videobericht I: Serienmörder auf Long Island
Videobericht II: Bereits acht Leichen gefunden

Long Island: Ermittler in Froschanzügen mit Schaufeln und Metalldektoren unterwegs

Drei Ermittler in Froschanzügen durchkämmten am Mittwoch (Ortszeit) mit Schaufeln und Metalldetektoren die Gewässer in der Nähe eines beliebten Strandes, Ende der Woche soll die Suche aus der Luft unterstützt werden. Die Fahnder stehen unter großem Erfolgsdruck, haben bisher aber keine heiße Spur, die auf den gesuchten Serienkiller hinweist.

“Sie suchen Beweismittel, irgendwelche Beweismittel, die mit den gefundenen sterblichen Überresten zu tun haben”, sagte Polizeikommissar Richard Dormer bei einer Pressekonferenz. Sollte das Wetter es zulassen, würden zum Wochenende auch Flugzeuge an der Suche nach einem möglichen Serienmörder beteiligt.

Auf der Suche nach der 24-jährigen Shannan Gilbert, die seit Mai vergangenen Jahres spurlos verschwunden ist, war die Polizei im Dezember nahe der Ortschaft Oak Beach auf die Leichen von vier Prostituierten gestoßen. Auch Gilbert soll als Prostituierte gearbeitet haben. Ende März wurden vier weitere weibliche Leichen gefunden, die noch nicht identifiziert sind. Medienberichten zufolge ergaben die Autopsien allerdings, dass Gilberts Leiche nicht darunter ist.

Long Island: Neue Leichenteil-Funde – Spekulationen

Am Montag fanden Suchmannschaften an zwei Stellen im dichten Gebüsch entlang eines abgelegenen Strandes weitere Knochen und einen Schädel. Unbestätigten Berichten zufolge soll darunter auch das Skelett eines Kleinkinds oder Embryos gewesen sein. (Siehe: “Erneut grausige Leichenteil-Funde”)

Das Interesse der Medien an dem mysteriösen Fall ist enorm. Angesichts der spärlichen offiziellen Informationen zu dem Fall wuchert die Spekulation. Nach Informationen der “New York Post” lagen die nun gefundenen Überreste schon viel länger in dem Unterholz als die Leichen der bisher identifizierten Prostituierten. Sie seien bereits von Wurzeln überwuchert gewesen, berichtete ein ungenannter Polizist dem Blatt. Er glaubt, dass es sich um Opfer des zu lebenslanger Haft verurteilten Serienmörders Joel Rifkin handelt, der gestanden hatte, 17 Prostituierte auf Long Island umgebracht zu haben.

Ein weiterer Ermittler sagte dem Sender CBS, mehr als ein Serienmörder könne das dichte Unterholz des Dünenstreifens benutzt haben, um sich seiner Opfer zu entledigen. Wieder andere Beamte vermuten laut Medienberichten, dass der Täter die Ermittlungsmethoden der Polizei genau kennt oder selbst Polizist ist. Sie weisen darauf hin, dass er bisher keinerlei Spuren hinterlassen habe.

Serienmörder auf Long Island: Angst unter Einwohnern

Bei den Bewohnern der kleinen Orte entlang der Fundstellen wächst mit jedem neuen Fund die Angst. Sie fürchten, dass der Serienmörder möglicherweise unter ihnen lebt. “Das ist einfach grauenhaft”, sagt die 82-jährige Bewohnerin des nahe gelegenen Fischernests Point Lookout. “Wer immer es ist, er ist verrückt. Aber er muss die Gegend hier genau kennen.” “Die Menschen haben Angst”, berichtet auch Patrick. Der 55-jährige Maler, der nur seinen Vornamen nennen will, ist überzeugt: “Hier draußen läuft ein Perverser herum.” (APA)

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