Serienmörder kommt nach über 20 Jahren frei

Fall gilt als größter Justizskandal des Landes.
Fall gilt als größter Justizskandal des Landes. ©AP
Nach mehr als zwei Jahrzehnten kommt ein angeblicher Serienmörder in Schweden frei. Er werde aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen und in ambulante Obhut übergeben, entschied ein Gericht im schwedischen Falun am Mittwoch. Der heute 63 Jahre alte Sture Bergwall hatte der Polizei 33 Morde gestanden. Er wollte Leichen zerstückelt und gegessen haben.

Seine Geständnisse führten zu acht Verurteilungen, obwohl die Beweise fehlten. So wurde der Fall zum größten Justizskandal des Landes: Nach Psychotherapie in der Haft widerrief Bergwall 2008. Er habe unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden und sich nur zu den Morden bekannt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Darauf wurde eine Anklage nach der anderen zurückgenommen – der letzte Freispruch erfolgte im Juli 2013.

“Endlich vorbei”

Dem schwedischen Rundfunk sagte Bergwall, der sich zwischenzeitlich Thomas Quick genannt hatte, er wolle die Psychiatrie so schnell wie möglich verlassen. “Es fühlt sich gut an. Endlich, endlich ist der ganze lange Prozess vorbei.”

(APA)

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