Serbe wegen Kriegsverbrechen im Kosovo festgenommen

In Schweden ist ein weiterer Serbe unter dem Verdacht festgenommen worden, an einem im Mai 1999 im Kosovo angerichteten Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein.

Der 36-jährige Mann war laut dem Sender B-92 vergangene Woche in der ostschwedischen Stadt Örebro verhaftet und am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Angaben des Staatsanwaltes Lars Hedvall stünde der Mann allerdings weiter unter Verdacht.

Die Festnahme steht mit dem von der serbischen Milizeinheit “Schakale” in dem westkosovarischen Dorf Cuska (albanisch: Qyshk) angerichteten Massaker in Verbindung. Laut einer früheren Aussendung der serbischen Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen wurden Ermittlungen gegen insgesamt 26 Personen eingeleitet, denen die Teilnahme an der Ermordung von 41 Albanern in Cuska im Mai 1999 zur Last gelegt wird. Unter den Opfern befanden sich auch der Vater und ein Bruder des damaligen Befehlshabers der albanischen “Befreiungsarmee des Kosovo” (UCK) und späteren kosovarischen Premiers, Agim Ceku.

Im März waren bereits neun ehemalige Angehörige derselben Milizeinheit festgenommen worden. Die Festnahme einer weiterer Person erfolgte im April in Schweden.

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