Selbstmordattentäter riss in Libyen 6 Menschen in den Tod

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im Norden Libyens sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Der Fahrer eines Geländewagens habe sich am Donnerstag an einem Kontrollpunkt nahe dem Ölhafen in Ras Lanuf in die Luft gesprengt, teilte die Hilfsorganisation Roter Halbmond mit. Unter den Opfern seien drei Wachen und ein 16 Monate altes Baby.


Berichten zufolge wurden auch zwei Verwandte des Kindes getötet. Erst am Montag waren Kämpfer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf die Ölterminals in Ras Lanuf und im nahegelegenen Al-Sidra vorgerückt. Die Angriffe wurden aber abgewehrt.

Der IS macht sich das in dem nordafrikanischen Land herrschende Chaos zunutze, um sein Einflussgebiet auszuweiten. Die Jihadisten kontrollieren bereits die westlich der Ölhäfen gelegene Stadt Sirte. Bei einem Anschlag des IS auf eine Polizeischule in der Stadt Zliten wurden zuvor nach amtlichen Angaben mindestens 47 Menschen getötet, laut Helfern könnten es mehr als 70 sein.

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