Selbstmordanschlag in Kabul: Mehrere Soldaten getötet

Mehrere Soldaten bei Anschlag in Kabul getötet
Mehrere Soldaten bei Anschlag in Kabul getötet ©AP
Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF mehrere ausländische Soldaten getötet worden. Ein ISAF-Sprecher sagte, die genaue Zahl der Opfer sei noch nicht bekannt.

Die Nachrichtenagentur AFP sprach unter Berufung auf westliche Militärkreise von mindestens zehn getöten Soldaten. Bei den Opfern handle es sich überwiegend um US-Soldaten, hieß es weiter. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums gab zudem an, ein afghanischer Polizist und drei einheimische Zivilisten seien getötet worden.

Autobombe gegen ISAF-Konvoi

Kabuls Polizeisprecher Hashmat Stanikzai sagte, der Angreifer habe sich in einem mit Sprengstoff gefüllten Auto in die Luft gesprengt. Ziel sei ein Konvoi der internationalen Truppen gewesen. In einem SMS an die Nachrichtenagentur AFP bekannten sich die radikal-islamischen Taliban zu dem Anschlag.Nach Polizeiangaben ereignete sich das Attentat im Südwesten der Stadt. Die Umgebung wurde von afghanischen und internationalen Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt. 

Bei einem weiteren Selbstmordanschlag in der ostafghanischen Provinz Kunar wurden nach Behördenangaben zwei Wachleute verletzt. Demnach sprengte sich eine Frau vor einem Gebäude des afghanischen Geheimdienstes in der Stadt Asadabad in die Luft.

ISAF: 13 ausländische Soldaten getötet

Beim bisher schwersten Anschlag auf die Internationale Schutztruppe ISAF in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag 13 ausländische Soldaten getötet worden. Das sagte ein Sprecher der Schutztruppe in Kabul.Der Selbstmordattentäter riss nach offiziellen afghanischen Angaben auch drei Zivilisten – darunter zwei Schulkinder – und einen Polizisten mit in den Tod. Die ISAF machte keine Angaben zur Nationalität der getöteten Soldaten.

APA

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