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Sekowitsch krönt Rückkehr mit KO-Sieg

Viele hatten den 50-jährigen Ex-Welt und Europameister Edip Sekowitsch für verrückt erklärt, als dieser vor Monaten sein Comeback ankündigte. Bilder vom Comeback des Jahres 

Gestern belehrte der leidenschaftliche Boxer seine Kritiker und feierte einen klaren KO-Sieg in der ersten Runde gegen seinen um 24 Jahren jüngeren deutschen Gegner Steve Klockow.

Gut besuchte Lugner-City
Bereits am Sonntagnachmittag wurde in der Lugner-City geboxt, zahlreiche Kämpfe aus dem Bereich Profi-, Amateurboxen (u.a. mit dem siegreichen, österreichischen Staatsmeister Marcos Nader) und Thaiboxen sorgten für Unterhaltung. Auch der karikative Teil kam nicht zu kurz, für 1000 Euro wurde der von Dorli Ring gespendete überdimensionale Boxhandschuh, auf dem sich zahlreiche Boxer wie die Klitschkos oder die Rocchigianis verewigt haben, versteigert. Je näher der Hauptkampf rückte, desto kribbeliger wurde die Stimmung. Rund um den Ring tummelten sich zahlreiche Prominente wie Hans Orsolic, Baumeister Lugner und Sigi Bergmann. Der Falco-Imitator Michael Patrick Simoner heizte dem Publikum ein.

KO-Sieg in Runde Eins
Punkt 21 Uhr war es soweit, der Hauptkampf im Supermittelgewicht stand kurz bevor. Zunächst betrat der Deutsche Boxer Steve Klockow den Ring. Zu den Klängen von Queens “I want it all” betrat der Champ Edip Sekowitsch mit seinem Trainer nach über acht Jahren Kampfpause die Boxarena. Der Gong zur ersten Runde ertönte, Sekowitsch startete entschlossen und versetzte dem Deutschen harte Treffer. Nach 2 Minuten 40 schlug Sekowitschs rechter Haken voll auf Klockows Kopf ein. Der 26-jährige Deutsche taumelte und ging zu Boden. Die Halle bebte und Sekowitsch jubelte – Sieg für den “serbischen Stier”. Der 50-jährige ging in die Knie, riß seine Fäuste in die Höhe und ließ seinen Freudentränen freien Lauf.

Tränen der Rührung
Sekowitsch war gerührt, seine Stimme von verdrückten Freudentränen gezeichnet. Der Champ widmete seinen Sieg der österreichischen Fußballnationalmannschaft: “Ich wünsche mir, dass wir die Deutschen schlagen und bei der EURO weiter kommen.”
Die Halle tobte und es gab Standing Ovations für den Box-Oldie. Seinem Dank galt dem Publikum: “Ich wollte den Leuten etwas bieten. Mein Gegner wollte es wissen und ich habe bewiesen dass ich gut bin und noch kämpfen kann. Jetzt wünsche ich mir Graciano Rocchigiani!”
Auch sein deutscher Gegner fand lobende Worte für das Wiener Publikum: “Ihr seid ein großartiges Publikum: Danke Wien. Ich hoffe, dass ich nicht zum letzten Mal in Österreich geboxt habe. Ich bin stolz gegen solch einen Gegner geboxt zu haben.”
Der Deutsche hätte zwar gerne weitergeboxt, doch die Ringrichter und der Ringarzt entschieden dagegen und auch Sekowitsch stellte klar: “Er hätte vielleicht weiter boxen können, ich hätte es ihm aber nicht gewünscht.”
Sekowitsch zeigte, dass mit Einsatz und Wille sehr viel möglich ist, auch ein Sieg im Boxring mit 50 Jahren.

Sportal/Philipp Glanner
Mehr Infos zum diesem Thema auch unter www.sportal.at

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