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Seit sechs Spielen ohne Sieg – wackelt Hütters Stuhl?

Adi Hütter hat auch schon bessere Zeiten durchlebt
Adi Hütter hat auch schon bessere Zeiten durchlebt ©AFP
Bei Eintracht Frankfurt zeigt die Tendenz klar nach unten. Der erfolgsverwöhnte Trainer Adi Hütter zeigt sich gereizt.
Eintrach-Coach Adi Hütter

Die Hessen kassierten in der deutschen Fußball-Bundesliga gegen Köln trotz eines Treffers von Martin Hinteregger und einer 2:0-Führung eine 2:4-Heimniederlage. Nach dem sechsten sieglosen Liga-Spiel in Folge rutscht die Mannschaft des Vorarlberger Trainers Adi Hütter immer näher an die Abstiegsränge heran. "Wenn wir weiter solche Leistungen zeigen, wird das Abstiegskampf", sagte Abwehrchef Makoto Hasebe. Vier Punkte ist die Eintracht nur noch vom Relegationsplatz entfernt.

Hütter reagierte auf Fragen nach der kritischen Lage gereizt. "Tabellen können wir lesen. Wir sind mittendrin, wo es in beide Richtungen gehen kann." Nach dem 50. Bundesliga-Spiel auf der Trainerbank der Eintracht musste er sich auch fragen lassen, ob er sich nun Gedanken über seine Zukunft machen würde. "Was meine Person betrifft, habe ich keinen Ansatz, dass ich mir da Gedanken mache", erwiderte Hütter. "Sicher ist es die unangenehmste Zeit seit ich hier bin. Das muss man klar sagen."

Hütter nimmt Spieler in Schutz

Nach neun Pflichtspielen im Europacup und Liga mit nur einem Sieg übte er keine Kritik an seinen Spielern, die gegen Köln zum 30. Mal seit Saisonbeginn auf den Platz mussten. Im Gegenteil. "Ich möchte eine Lanze für meine Mannschaft brechen und stelle mich vor sie", sagte der Österreicher. "Man spürt die Verunsicherung. Den Karren muss man wieder aus dem Dreck ziehen." 30 Spiele, sieben mehr als in der letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt, seien "eine Menge Holz". Man habe man viele Verletzte zu beklagen und die Erwartungshaltung sei nach dem Einzug ins Europa-League-Semifinale in der Vorsaison gestiegen.

"Den Bock wieder umstoßen"

Angesicht der am körperlichen Limit arbeitenden Spieler hält Hütter die achttägige Weihnachtsrast bis zum Aufbruch ins Trainingslager am 2. Jänner in die USA für zu kurz. Zur Sinnhaftigkeit des mit Reisestrapazen verbundenen Trips nach Florida äußerte er sich nur ausweichend. "In Amerika wird es nicht so sein, dass wir körperlich etwas draufhauen müssen. Die Jungs müssen körperlich und geistig wieder frisch werden", erklärte Hütter und ergänzte: "Auch, wenn es schwer wird, es ist interessant, den ganzen Bock wieder umzustoßen."

(APA)

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