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Seit 25 Jahren Abtreibungsklinik Wien

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Seit 25 Jahren gibt es das berühmte private Wiener „Ambulatorium am Fleischmarkt“, das vor allem als Abtreibungsklinik bekannt ist. Allerdings werden dort auch seit zehn Jahren Sterilisationen an Mann und Frau durchgeführt.

Anlässlich des eigenen Jubiläums und des 30. Jahrestages des In-Kraft-Tretens der Fristenlösung am 1. Jänner 2005 zogen die Leiterinnen am Donnerstag eine Bilanz der bisherigen Arbeit.

Bilanz

Bis zu 20 Schwangerschaftsabbrüche werden an sechs Tagen in der Woche täglich durchgeführt. Damit dürfte man rund 20 Prozent aller Wiener Abtreibungen vornehmen, schätzte Alexandra Bösch-Kemter aus der Leitung des Ambulatoriums. Genaue Zahlen gebe es allerdings nicht, da keine zentrale Statistik geführt werde.

Rund 50 Prozent der Klientinnen kämen nicht aus Wien, sondern den Bundesländern. Dabei sei eines klar, so die Expertin: „Es überlegt sich absolut jede Frau diesen Schritt sehr gut“.

Mehr Teenager-Schwangerschaften

Bedauerlich, wenn auch im internationalen Mittelfeld, sei der Anstieg der Teenager-Schwangerschaften. Zwölf Prozent der Abbrüche in Österreich seien 2003 von Frauen zwischen 14 und 19 Jahren gewünscht worden. Deshalb solle die „Pille danach“ rezeptfrei in der Apotheke ausgegeben und die Sexualerziehung in der Schule verbessert werden, forderte Bösch-Kemter.

Außerdem müsse auch die Verhütung für sozial schwache Gruppen bezahlt werden: „Wir sind eines der wenigen Länder, die überhaupt keine Unterstützung geben“, so die Expertin. Im Ambulatorium werden Mädchen ab 16 Jahren behandelt.

Am Fleischmarkt werden seit zehn Jahren außerdem rund 460 Vasektomien (Sterilisation an Männern) jährlich durchgeführt, Tendenz steigend. Die Zahl der weiblichen Sterilisationen sei hingegen im Sinken begriffen, da der Eingriff komplizierter und gefährlicher sei.

Demonstrationen

Seit 1997 demonstrieren die Aktivisten von „Human Life International“ täglich vor dem Ambulatorium. Sie verteilen Flugblätter an die Frauen und versuchen diese von einer Abtreibung abzuhalten. Man fühle sich regelrecht „belagert“, so Bösch-Kemter. Es sei „furchtbar und extrem“ für die betroffenen Frauen. Allerdings sei man zäh und bereite Klientinnen vor einem Besuch telefonisch vor. Damit es dennoch nicht zu gröberen Handgreiflichkeiten kommen kann, bezahlt der Verein einen Wachmann, der vor dem Haus nach dem Rechten sieht.

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