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Seit 2012: Kein Gurt kostete über 500 Menschen das Leben

Auch bei kurzen Strecken sollte man sich anschnallen.
Auch bei kurzen Strecken sollte man sich anschnallen. ©pixabay.com
Eine ÖAMTC-Statistik zeigt fehlendes Sicherheitsbewusstsein in Bereichen Sicherheitsgurt und Alkohol. Seit 2012 starben über 500 Menschen, weil sie nicht angeschnallt waren.

Seit dem Jahr 2012 sind in Österreich 504 Personen, die nicht angeschnallt waren, bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das zeigt eine Auswertung der Daten der Statistik Austria durch den ÖAMTC. Demnach waren in diesen acht Jahren 30 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen ohne Sicherheitsgurt unterwegs. Bei Alkoholunfällen wurden im gleichen Zeitraum 250 Menschen im Straßenverkehr getötet.

Das sind sieben Prozent aller Verkehrstoten zwischen 2012 und 2019, analysierte der ÖAMTC. Im vergangenen Jahr wurde bei 2.536 Unfällen mit Personenschaden bei einem der Lenker oder Fußgänger Alkohol nachgewiesen. Das entspricht 7,1 Prozent aller Unfälle - der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. 32 Personen starben 2019. "Die meisten derartigen Unfälle sind dabei in den Sommermonaten Juni, Juli und August zu verzeichnen", sagte ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nose.

416 Verkehrstote im letzten Jahr

Vergangene Woche hat die Statistik Austria die finale Unfallstatistik für 2019 veröffentlicht. "416 Verkehrstote bedeuten, dass die Ziele des aktuellen Verkehrssicherheitsprogrammes des Verkehrsministeriums wohl deutlich verfehlt werden", erklärte Nose. "Dieses Programm sieht eine Halbierung der Anzahl der Verkehrstoten sowie 20 Prozent weniger Verkehrsunfälle im Zeitraum 2011 bis Ende 2020 vor - das entspricht einem Maximalwert von 311 Toten und etwa 30.000 Unfällen, wovon wir 2019 weit entfernt waren."

Zwar hat die Corona-Pandemie die Mobilität in Österreich für einige Wochen massiv eingeschränkt, was sich positiv auf die Statistik 2020 auswirken könnte. "Aber auch wenn das passiert, wird das Ziel noch recht weit entfernt sein", ist Nose überzeugt. "Die Gründe für die immer noch zu hohen Unfall- und Todeszahlen im Straßenverkehr sind vielfältig. Fast ein Drittel aller Unfälle sind auf Unachtsamkeit oder Ablenkung zurückzuführen, knapp 25 Prozent auf Vorrangverletzungen. Rund 14 Prozent der Unfälle sind die Folge nicht angepasster Geschwindigkeit." Bei tödlichen Unfällen entfällt je ein Viertel auf Unachtsamkeit/Ablenkung und auf nicht angepasstes Tempo.

Gurt auch auf Kurzstrecken wichtig

Fast jeder zweite Verkehrstote betrifft Autoinsassen. 2019 starben 200 Pkw-Insassen bei Unfällen, ein Jahr zuvor waren es noch 181. 2018 war etwa ein Viertel aller bei Verkehrsunfällen in Österreich getöteten Pkw-Insassen nicht angeschnallt, im Vorjahr waren es fast 29 Prozent. "Unverständlich, denn die Gefahr, bei einem Unfall schwerste bis tödliche Verletzungen zu erleiden, ist ohne Sicherheitsgurt signifikant höher", warnte Nose. Bereits ein Unfall bei einer geringen Geschwindigkeit von 30 km/h entspricht einem Sturz aus vier Metern Höhe im freien Fall. Der Versuch, sein eigenes Körpergewicht mit Armen und Beinen abzustützen, ist ohne Gurt sinnlos.

"Es ist daher immanent wichtig, auch auf Kurzstrecken, etwa im Stadtgebiet, den Gurt anzulegen", hält der Experte des Mobilitätsclubs fest. ÖAMTC-Crashtests haben bewiesen, dass die modernen Sicherheitseinrichtungen eines Pkw erst im Zusammenspiel mit dem angelegten Gurt bestmöglichen Schutz bieten. Das scheint nach wie vor vielen Pkw-Insassen nicht bewusst zu sein. "Hier braucht es weiterhin bewusstseinsbildende Maßnahmen und verstärkte Überwachung durch die Exekutive", forderte Nose. Derzeit ist für die Gurtmuffel eine Strafe ab 35 Euro fällig.

(APA/red)

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