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Seit 13 Jahren Zivilprozess wegen Behinderung junger Frau

Seit 2003 ist ein Zivilprozess im Fall einer jungen Frau in Graz am Laufen. Die heute 29-Jährige wurde 1999 und 2000 an der Universitätsklinik im Grazer LKH behandelt und fiel anschließend ins Koma, wobei sie Dauerschäden davontrug. Ihr Vater klagte 2003 das Spital und die steirische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), doch bisher gab es kein Urteil. Im März wird das Verfahren fortgesetzt.


Die junge Frau ist halbseitig gelähmt und hat sich seit dem Vorfall geistig nicht weiterentwickelt. Ihre Familie brachte mehrere Privatgutachten ein, doch das Verfahren dauert mittlerweile fast 13 Jahre. Schuld daran ist auch ein mehrmaliger Richterwechsel. Dass es aber “ausschließlich ein Skandal der Justiz sei, kann man so nicht stehen lassen”, meinte Zivilgerichts-Sprecher Friedrich Moshammer gegenüber der APA. Wenn man “gegen alles und jedes” Rechtsmittel einlege, würde das natürlich ein Verfahren auch verzögern.

Im Dezember 2014 gab es bereits ein Urteil, das aber im Sommer 2015 vom Oberlandesgericht wieder aufgehoben wurde. Nun steht am 4. März die nächste Verhandlung ins Haus. Seitens des Gerichts ist man zuversichtlich, die Sache nun – mit einer neuen Richterin – bald zu einem Abschluss zu bringen.

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