Seifen im Test: Das sind die besten Flüssigseifen

Regelmäßiges Händewaschen ist eine Möglichkeit, um die Gefahr einer Coronaansteckung zu minimieren.
Regelmäßiges Händewaschen ist eine Möglichkeit, um die Gefahr einer Coronaansteckung zu minimieren. ©pixabay.com
Seifen werden in der Coronazeit wohl so stark beansprucht wie selten zuvor. Das Magazin Ökotest untersuchte insgesamt 19 Flüssigseifen, sieben davon fielen im Test durch.

Gründliches Händewaschen ist in Zeiten einer Pandemie so wichtig wie nie. Welche Seifen sich dazu am besten eignen, hat das Magazin "Ökotest" untersucht. Von 55 Flüssigseifen erhielten alle 14 zertifizierten Naturkosmetik-Produkte und fünf herkömmliche Artikel die Bestnote, 23 enthielten PEG/PEG-Derivate und wurden mit "gut" benotet, sechs waren im Mittelfeld, sieben Seifen fielen durch, berichtete die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich am Montag.

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"Ökotest" ließ die Seifen in Laboren auf verschiedene Problemstoffe prüfen. Flüssigseifen enthalten hauptsächlich Wasser und waschaktive Substanzen, sogenannte Tenside. Diese entfernen Schmutz von der Haut, lösen aber auch hauteigene Fette aus der Hautschutzbarriere. Besonders hartnäckig gehen dabei Verbindungen aus der Gruppe der PEG/PEG-Derivate vor. Sie können die Haut auch durchlässiger für Fremdstoffe machen und waren in 36 getesteten Seifen enthalten.

Inhaltsstoffe von Flüssigseifen verglichen

Vor allem das Tensid Sodium Laureth Sulfate ist als kostengünstiger Rohstoff in vielen der preiswerten Seifen enthalten, was zur Abwertung führte. Die sehr guten Produkte setzen auf viel milder reinigende Zuckertenside, etwa Coco-Glucoside. Die Preise der Seifen reichten für 500 Milliliter von 0,55 bis 20,00 Euro, wobei das günstigste Produkt mit "gut" bewertet wurde, das teuerste erhielt ein "sehr gut".

Schlechtere Noten gab es auch für Seifen mit dem Konservierungsstoff Chlormethylisothiazolinon (CIT), der zu den halogenorganischen Verbindungen gehört und als starkes Allergen gilt. Der synthetisch hergestellte Moschusduft Galaxolid reichert sich im Gewebe von Menschen an und gefährdet die Gewässer. Fünf Seifen waren mit dem Duftstoff Lilial parfümiert, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann und auf ein Verbot in der Kosmetik ab 2022 zusteuert. Weniger Punkte erhielten auch die beiden Artikel mit angegebener antibakterieller Wirkung, denn dieser Zusatznutzen gelte nicht als erwiesen.

Festseifen besser für die Umwelt

Die Konsumentenschützer raten, die Hände am besten mit kaltem Wasser zu reinigen, denn das löse in Verbindung mit Tensiden Schmutz und Mikroorganismen ausreichend und schone den Hautschutzmantel. Feste Stücke seien ökologischer als Flüssigseife und zu Hause auch hygienisch genug. Auf den Stücken tummeln sich zwar mehr Bakterien, diese würden beim Händewaschen aber nicht auf die Haut übertragen.

Mit Nachfüllbeuteln kann man auch bei Flüssigseife etwas für die Umwelt tun: Sie sparen Plastik, lassen sich besser recyceln und sind günstiger.

(APA/red)

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