Seegrotte: Suche nach Ursache

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Die Ermittler gehen von technischem Gebrechen oder menschlichem Versagen aus - Boot neigte sich schon länger nach rechts - in der letzten Kurve gekentert.

Nach dem Unglück in der Seegrotte in Hinterbrühl (Bezirk Mödling) am Pfingstmontag ermittelt die Tatortgruppe der Kriminalabteilung (KA NÖ) in zwei Richtungen. Wie Oberst Franz Polzer Dienstag früh in den ORF-Radionachrichten sagte, gehen die Behörden „von einem technischen Gebrechen oder menschlichem Versagen“ aus.

Polzer bestätigte außerdem, dass der Bootsführer schon bei der Abfahrt eine Rechtslastigkeit des Bootes bemerkt habe. Das hatten Touristen bereits am Montag berichtet. Der Bootsführer wollte das den Schilderungen nach ein bisschen ausgleichen, indem er nach links rutschte. In der letzten Kurve vor dem Anlegen sei die Zille dann in Sekundenschnelle umgekippt.

Bei dem Unglück kamen fünf Touristen – vier Deutsche, davon drei Frauen, und eine Belgierin – ums Leben.

Reiseveranstalter bestürzt

Mit Erschütterung hat der Würselener Reiseveranstalter Hubert Wirtz KG auf das Bootsunglück in Niederösterreich reagiert, bei dem Reisende seiner Gruppe ertranken. „Wir sind tief betroffen“, sagte eine Mitarbeiterin am Montag. Die Mitreisenden seien schockiert. Sie sollen am Dienstag nach Hause zurückkehren.

Die Reisenden hatten nach Angaben des Unternehmens eine knappe Woche Wien gebucht. Vom Hotel aus seien Ausflüge ins Umland unternommen worden. Am Unglückstag seien mehrere Stationen auf dem Programm gestanden, sagte Mitarbeiterin Astrid Jongen. Einer davon sei der Besuch der Seegrotte Hinterbrühl gewesen. „Wer Interesse hatte, konnte mit dem Boot mitfahren“, sagte Jongen.

Mehr zum Thema: Fünf Tote bei Bootsunfall in Seegrotte Hinterbrühl

Link: www.seegrotte.at

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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