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Seegrotte: Anklage kommendes Jahr

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Das Boot eine Fehlkonstruktion, der Schiffsführer schlecht ausgebildet, zu viele Touristen an Bord. Zu diesen Schlüssen gelangte nun ein Gutachten, das sich mit dem Unglück in der Seegrotte Hinterbrühl (Bezirk Mödling) beschäftigte.

Am 31. Mai dieses Jahres waren bei einer Rundfahrt auf dem unterirdischen See fünf Menschen ertrunken. Die Staatsanwaltschaft hat auch bereits Ladungen verschickt: Konstrukteure, Betreiber, Bootsführer und Beamte der NÖ Landesregierung werden einvernommen. Christian Kloibhofer, Sicherheitsbeauftragter der Seegrotte, war für eine Stellungnahme am Dienstag nicht erreichbar.

Ermittlungen über Zulassungsvoraussetzungen

Zu einer Anklage werde es laut dem ORF-NÖ in diesem Jahr aber nicht mehr kommen. Im Zentrum der Ermittlungen stehen überdies „die Zulassungsvoraussetzungen“ des Schiffes. Nach positivem Bescheid der Landesregierung war der für 29 Personen approbierte Katamaran seit 1993 im Einsatz gewesen. Das Gefährt dürfte von seinen Herstellern ursprünglich als „Partyschiff“ angepriesen worden sein. Der Schiffsführer habe laut einem Bericht des „Standard“ keine adäquate Ausbildung gehabt, sondern sei lediglich für die Grottenrundfahrten angelernt worden. Angesichts der falschen Schiffstypwahl habe er jedoch „den Unfall nicht verhindern können“.

Das Unglück ereignete sich gegen 9.30 Uhr, etwa 150 Meter von der Einstiegsstelle zur Bootstour entfernt. Bei den Toten handelte es sich um vier Frauen und einen Mann einer 41-köpfigen Reisegruppe, die mit einem Bus aus Würselen in Nordrhein-Westfalen zur Grotte gekommen war. Zumindest drei der Toten dürften sich unter dem Boot verfangen haben. Für sie gab es keine Möglichkeit zu entkommen. Die anderen Teilnehmer an der Bootsfahrt blieben unverletzt. Sie standen unter Schock und wurden im Gemeindeamt Hinterbrühl von Rettungskräften, Ärzten und Psychologen betreut.

Bis zu 200.000 Besucher pro Jahr
Bis zur Katastrophe besuchten pro Jahr mehr als 200.000 Menschen die Seegrotte südlich von Wien. Sie war im Jahr 1912 in ihrer heutigen Form entstanden. Nach einer Sprengung im damaligen Gipsbergwerk strömten mehr als 20 Millionen Liter Wasser in die Gänge und Stollen ein. Durch diesen Einbruch entstand der größte unterirdische See Europas mit 6.200 Quadratmetern Fläche.

Während des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmte das NS-Regime das ehemalige Bergwerk, um einen Rüstungsbetrieb einzurichten. Dazu wurde das Wasser ausgepumpt. Von September 1944 bis April 1945 wurde sie als Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen genutzt, heißt es auf der Homepage der Gedenkstätte Mauthausen. Bis zu 800, nach anderen Angaben 1.800 Häftlinge mussten unter Tag arbeiten.

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