SCR Altach trifft auf Meister Salzburg

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg spielt am Sonntag (15.30 Uhr) vor der Titelfeier in der Mozartstadt noch zum Bundesliga-Saisonabschluss gegen Schlusslicht SCR Altach.

Während die “Bullen” im letzten Spiel von Coach Co Adriaanse locker spielen können, geht es für die Vorarlberger noch um die Mini-Klassenerhalt-Chance. “Der Sonntag wird ein schöner Tag, die absolute Krönung einer erfolgreichen Saison”, sagte Salzburgs Sportdirektor Heinz Hochhauser, dessen Team nach dem Spiel der Meisterteller überreicht wird.

Österreichs Neo-Meister hat diese Saison von 17 Heimspielen 16 gewonnen und will diesen Trend auch gegen die Altacher fortsetzen. “Aber der Georg Zellhofer wird uns nichts schenken, sie haben nichts mehr zu verlieren”, warnte Hochhauser davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. Gegen die Vorarlberger haben die Salzburger zwar alle drei Saisonduelle gewonnen, zweimal war es aber extrem eng gewesen. Wie beim 4:3-Auswärtssieg am 19. Oktober 2008, wo Marc Janko nach seiner Einwechslung zur Pause zwischen der 59. und 83. Minute alle vier Treffer erzielt hatte.

Einen ähnlich effizienten Auftritt braucht der Bundesliga-Toptorschütze (39 Tore) auch am Sonntag, will er den Bundesliga-Torrekord von Hans Krankl (41 Tore) noch brechen und in den Kampf um den Goldenen Schuh (derzeit führt Atletico Madrids Diego Forlan mit 3,5 Punkten Vorsprung, Janko muss daher mindestens 3 Tore schießen) eingreifen.

Unabhängig von der letzten Partie zog Hochhauser ein positives Saison-End-Resümee. “Auch einen Muss-Meistertitel muss man erst schaffen. Und das haben wir souverän gemacht”, betonte der Sportdirektor. Die Saison sei allerdings schon auch durchwachsen verlaufen. “Der Beginn war sehr euphorisch, wir haben einen Fußball gespielt, der alle sehr begeistert hat. Wir waren auch international zu Beginn souverän”, erinnerte Hochhauser.

Dann seien aber die ersten Kratzer gekommen, die dem Verein allerdings nicht wirklich schaden konnten. “Wir haben daraus gelernt und sind wieder auf die Erfolgsspur gekommen”, sagte Hochhauser. Mit der Bekanntgabe der Trennung von Adriaanse hätte es in der Folge noch einmal eine kritische Phase gegeben. “Aber auch das haben alle gut weggesteckt. Wir sind die beste Heim- und Auswärtsmannschaft”, resümierte der Sportdirektor.

Die Vorarlberger, die erst zwei Auswärtssiege gefeiert haben, stehen im Abstiegskampf zwar vor einer ziemlich aussichtslosen Situation, haben aber noch nicht resigniert. “So lange man rechnen kann, ist noch etwas möglich. Wir haben noch nicht komplett aufgegeben, aber es wird natürlich extrem schwierig”, hat Altach-Coach Georg Zellhofer zumindest noch einen Funken Hoffnung. Der Tabellenletzte müsste für den Klassenerhalt nicht nur in Salzburg gewinnen und auf einen gleichzeitigen Sieg vom LASK in Mattersburg hoffen, sondern auch noch in punkto Torverhältnis sechs Treffer aufholen.

“Es ist ein wichtiges Spiel für uns, wir sind immer noch in der Bundesliga”, betonte Zellhofer. Seine Truppe hat allerdings in elf Spielen in der Bundesliga noch nie gegen Salzburg gewonnen, in der Mozartstadt haben die Vorarlberger einzig am 2. Dezember 2006 (1:1) einen Punkt geholt. “Viele rechnen mit einem Debakel von uns und einem neuen Torrekord von Marc Janko. Dass kann aber nicht sein, wir müssen die Saison richtig fertig spielen. Das verlange ich von der Mannschaft”, sagte der Ex-Austria-Trainer.

Ob der 48-Jährige, der zum Saisonabschluss auch noch auf die drei Stützen Djordjevic, Karatay und Ze Elias verzichten muss, auch bei einem Abstieg in die Erste Liga dem Verein die Treue halten würde, ist noch völlig offen. “Zuerst muss einmal abgeklärt werden, was mit den Spielern ist und der Verein muss sich klar deklarieren, was das Ziel ist”, meinte Zellhofer, der sich eine Tätigkeit in Österreichs zweithöchster Spielklasse bei passenden Rahmenbedingungen durchaus vorstellen könnte.

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