Schweres Erdbeben in Japan

Die seit zwei Wochen anhaltende Serie schwerer Erdbeben auf der japanischen Insel Hokkaido nimmt kein Ende. Samstag früh erschütterte ein Erdstoß der Stärke 6,2 die Insel.

Wie die meteorologische Agentur Japans mitteilte, erschütterte Samstag früh ein Erdstoß der Stärke 6,2 die nördlichste Hauptinsel des Landes. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst keine Berichte vor. Die Gefahr von hohen Flutwellen, so genannte Tsunamis, bestand den Angaben zufolge zunächst nicht.

Am stärksten war das Beben in der Stadt Obihiro zu spüren, die rund 830 Kilometer nördlich von Tokio liegt. Das Epizentrum lag in rund 30 Kilometern Tiefe vor der Südwest-Küste der Insel Hokkaido. Am Mittwoch und Donnerstag war Hokkaido mehrmals von Erdstößen der Stärken 5 bis 6 erschüttert worden. Am 27. September hatte ein Beben der Stärke 8,0 auf Hokkaido mehr als 750 Menschen verletzt. Forscher schließen einen erneuten Erdstoß dieser Stärke nicht aus.

Japan erstreckt sich über vier tektonische Platten. Verschiebungen dieser Platten könnten in absehbarer Zeit ein ähnlich starkes Beben wie am 27. September verursachen, erklärte das Japanische Zentrum für Meereswissenschaften und Technologie.

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