Schwere Unwetter in Salzburg: Zivilschutzalarm in drei Gemeinden

Am Donnerstag gingen schwere Unwetter über Salzburg nieder.
Am Donnerstag gingen schwere Unwetter über Salzburg nieder. ©APA/EXPA/DOMINIK ANGERER
In Salzburg gingen am Donnerstagabend teils heftige Gewitter nieder, die schwere Schäden angerichtet haben. Besonders betroffen war der Pinzgau und hier vor allem der Bereich Maishofen, Viehhofen und Saalbach-Hinterglemm. Für diese drei Gemeinden wurde von der Bezirkshauptmannschaft Zivilschutzalarm ausgelöst, weil die Saalach extrem angestiegen war.
Schwere Unwetter über Salzburg

“Die massiven Niederschläge haben dazu geführt, dass es zu großen Ausuferungen gekommen ist”, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger zur APA. Da Gefahr für nahestehende Wohnhäuser und Hotels bestand, sei der Zivilschutzalarm ausgelöst worden. Dies bedeute eine Warnung für die Bevölkerung vor großer Gefahr.

Saalbach-Hinterglemm von schweren Unwettern hart getroffen

Das genaue Ausmaß der Schäden ließ sich am Abend noch nicht abschätzen. Laut Fritzenwallner war besonders die Ortschaft Hinterglemm betroffen. “Von Hinterglemm Richtung Talschluss ist die Straße teilweise weggeschwemmt oder durch Muren verschüttet. Nach einer ersten Einschätzung dürfte sie mehrere Tage nicht befahrbar sein.” Außerdem wurden in den betroffenen Gemeinden Keller und Tiefgaragen überflutet. Mit den Auspump- und Aufräumarbeiten sei zwar sofort begonnen worden, er rechne aber damit, dass viele Einsätze erst am Freitag erledigt werden können.

Zivilschutzalarm in drei Salzburger Gemeinden

Gegen 21.30 Uhr war der Pegelstand nach Angaben des Bezirksfeuerwehrchefs wieder leicht gesunken, auch die Niederschläge haben nachgelassen. Die Zivilwarnung blieb aber vorerst aufrecht.

Zu wetterbedingten Einsätzen ausrücken mussten die Feuerwehren auch in Leogang und Zell See, sowie in der Stadt Salzburg und im Flachgau (Bergheim, Wals-Siezenheim und Schleedorf), wo ebenfalls Keller oder Unterführungen unter Wasser standen, sagte ein Mitarbeiter des Landesfeuerwehrkommandos. Alleine in der Landeshauptstadt zählte die Berufsfeuerwehr 22 Einsätze. Zudem haben Blitze zwei Waldbrände verursacht, den größeren davon in Golling (Tennengau). Dort standen am Abend drei Feuerwehren bei der Bekämpfung der Flammen im Einsatz. Eine kleinere Fläche brannte auch in Großarl im Pongau.

(APA/Red)

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