Schwere Unwetter in Kärnten – ein Mann tot

weite Person vermisst - Enorme Schäden im Raum Villach
weite Person vermisst - Enorme Schäden im Raum Villach ©APA
Schwere Unwetter haben in der Nacht auf Mittwoch für Verwüstung im Raum Villach gesorgt.
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Ein Mann kam bei einem Murenabgang in Treffen ums Leben. Eine zweite Person galt als vermisst. Die Gemeinde Arriach war von der Außenwelt abgeschnitten, alle Zufahrtsstraßen waren unpassierbar. Zahlreiche Häuser im Gegendtal standen unter Wasser oder waren vermurt. Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz, außerdem das Bundesheer mit 100 Soldaten, Hubschraubern und schwerem Gerät.

Zivilschutzalarm ausgegeben

Enorme Regenmengen hatten für die massiven Überschwemmungen gesorgt. In Treffen am Ossiacher See und in der Gemeinde Arriach war noch in der Nacht eine Zivilschutzwarnung ausgegeben worden.

Die Bewohner wurden aufgefordert, in den Häusern zu bleiben. In der gesamten Region waren Straßen unpassierbar oder teilweise weggerissen.

Einen Überblick über das genaue Ausmaß der Schäden zu erhalten sei schwierig, erklärte Bezirkshauptmann Bernd Riepan: "Wie viele Häuser betroffen sind, kann man wohl erst morgen oder überhaupt erst in den nächsten Tagen abschätzen. Was man allerdings schon jetzt sagen kann: Die Schäden sind enorm." Mehrere Personen, die in ihren Häusern eingeschlossen waren, wurden am Mittwochvormittag mit Hubschraubern geborgen.

Van der Bellen: "Passen sie auf sich auf"

Angesichts der Zerstörungen meldete sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen via Twitter zu Wort. Er appellierte an die Bevölkerung "Passen Sie auf sich & Ihre Mitmenschen auf" und dankte den Einsatzorganisationen.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) brach eine Brüssel-Reise ab, "um den Leuten, so gut ich es vermag, beizustehen". Er werde am späten Abend zu den Einsatzkräften stoßen, sagte Kaiser in einer Videobotschaft.

Der für Katastrophenschutz zuständige Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) sagte gegenüber der APA, dass sich über das Internet Freiwillige formieren würden, um mit Schaufeln ins Katastrophengebiet helfen zu kommen. Er appellierte, dies in der momentanen Situation bleiben zu lassen.

(APA)

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