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Schweizer Sieg gegen Portugal

Gastgeber Schweiz hat sich am Sonntagabend mit einem Sieg von der EURO 2008 verabschiedet.  Meinungen zum Spiel in Basel

Das Team von Jakob “Köbi” Kuhn kam im mit 40.000 Zuschauern ausverkauften St. Jakob Park in Basel dank eines Doppelpacks von Hakan Yakin (71., 83./Elfer) nach der Pause zu einem 2:0 (0:0)-Sieg gegen Titelaspirant Portugal, der bereits vor seinem abschließenden Match als Sieger der Gruppe A festgestanden war.

Die Schweiz schaffte damit im insgesamt neunten EM-Endrunden-Match den ersten Sieg, der gleichzeitig der erste gegen die Brasilianer Europas seit mehr als 26 Jahren (2:1 im März 1982 in Lugano) war. Die Portugiesen, die nur mit einem B-Team angetreten waren, treffen am Donnerstagabend erneut in Basel auf den Zweiten der Gruppe B, der am Montagabend aus dem Trio Deutschland, Österreich und Polen ermittelt wird. Schiedsrichter Konrad Plautz aus Tirol bot in seiner zweiten EM-Partie nach dem 4:1 von Spanien gegen Schweden diesmal keine wirklich fehlerlose Leistung.

Luiz Felipe Scolari hatte seine Startelf nach den Siegen gegen die Türkei (2:0) und Tschechien (3:1) erwartungsgemäß gleich auf acht Positionen verändert, lediglich Goalie Ricardo sowie die Verteidiger Pepe und Ferreira standen weiter in der Startelf. Kuhn nahm dagegen zwei Wechsel vor, im Tor bestritt Zuberbühler sein Abschiedsspiel und Salzburg-Legionär Johan Vonlanthen spielte anstelle von Barnetta erstmals von Beginn an.

Auch die zweite Garnitur von Portugal agierte vom Start weg technisch extrem stark, dominierte das Match und hätte bereits in der 8. Minute in Führung gehen können: Nach einer Fersentrick-Traumflanke von Quaresma köpfelte Postiga aus fünf Metern über das Tor. Die Schweiz hielt gegen die Brasilianer Europas aber kämpferisch voll dagegen, wobei es die Eidgenossen in Minute 15 übertrieben, als Lichtsteiner Stürmer Nani im Strafraum legte, hätte Schiedsrichter Plautz eigentlich auf Elfer entscheiden müssen.

Wenig später bewahrte Aluminium die Gastgeber vor einem Rückstand. Ein scharfer Veloso-Freistoß, den Pepe abfälschte, wurde von Zuberbühler an die Latte gelenkt (18.). Auch bei einem Kopfball von Alves verhinderte der Nati-Schlussmann das 0:1. Auf der Gegenseite wurde Ricardo erstmals durch einen Inler-Weitschuss geprüft (23./in den Corner). Auch bei einem Yakin-Kopfball zeichnete sich der Tormann der Iberer aus (32.).

Referee Plautz hatte dagegen nicht seinen besten Tag. Nach einem bösen Foul von Ferreira an Behrami entschied er nur auf Gelb (30.), und in Minute 36 hätte es eigentlich nach einem Postiga-Treffer 1:0 für die Portugiesen heißen müssen, doch sein Assistent hatte ihm fälschlicherweise Abseits angezeigt.

Nach dem Wechsel begann das Scolari-Team erneut furios, doch erneut köpfelte Postiga aus fünf Metern übers Tor (48.), während Nani an der Stange scheiterte (53.). Einen Quaresma-Schuss entschärfte dagegen Zuberbühler (59.).

Danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase. Nach einem Inler-Querpass und Derdiyok-Schuss aus kurzer Distanz rettete zunächst Pepe zur Ecke (62.), wenig später landete ein Inler-Gewaltschuss an der Stange (65.). Aber in 71. Minute war es dann soweit: Derdiyok leitete nach weitem Pass optimal weiter auf Yakin, der per “Gurkerl” Ricardo bezwang. Die Vorentscheidung brachte dann ein Elfmeter, nachdem Meira den eingewechselten Barnetta im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Yakin verwandelte souverän zum 2:0 und avancierte mit seinem Doppelpack bei der Abschiedsvorstellung von Österreichs Co-Gastgeber zum umjubelten Matchwinner (83.).

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