Schweiz sieht sich als Außenseiter

Jung und hungrig präsentiert sich die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft vor dem Startschuss der EURO 2008 am Samstag in Basel gegen Tschechien (Gruppe A).

Der Respekt in den Reihen der zweit-jüngsten Truppe des Turniers (Altersschnitt 26,37 Jahre) vor Jan Koller und Co. (Schnitt 28,72) war jedoch am Donnerstag zwei Tage vor dem Anpfiff nicht zu überhören.

Hakan Yakin ernannte die Tschechen sogar zum “Gruppenfavoriten Nummer eins”. Und das, obwohl auch Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo in der Gruppe A steht. “Natürlich hat Portugal sehr gute Einzelspieler. Aber als Team schätze ich die Tschechen stärker und stabiler als die Portugiesen ein.”

Teamchef Köbi Kuhn fehlte im Teamcamp in Feusisberg bereits zum zweiten Mal in Folge bei der täglichen Pressekonferenz, die Besuche bei seiner seit Montag im Spital liegenden Gattin haben Vorrang. Alice Kuhn soll nach ihrem epileptischem Anfall in der Züricher Uniklinik weiterhin im künstlichen Tiefschlaf gehalten werden. Vertreter Pont meinte zu Kuhns Lage: “Ja, die Situation für Köbi ist eine sehr schwierige. Aber Köbi macht das Beste daraus. Und an seiner Arbeit mit der Mannschaft ändert sich überhaupt nichts.”

Am Donnerstag gab’s für die Schweizer Kicker bereits ein langes Videostudium für das Samstagsspiel. Auftaktgegner Tschechien sieht Pont als extrem harten Brocken. “Die Tschechen sind sehr erfahren, kompakt und können ihre taktische Einstellung von einem Moment auf den anderen umstellen. Je nach Spielsituation verhalten sie sich defensiv oder betreiben Pressing. Sie sind eine Einheit im Denken und im Spielen. Die Tschechen sind klarer Favorit und wir sind klarer Außenseiter”, stellte Pont klar.

Angst habe man jedoch keinesfalls. “Wir haben Respekt, aber sicher keine Angst. Dieses Wort existiert in unserem Wortschatz nicht”, so Pont, der sicher ist, dass die Truppe mental und körperlich bereit ist “für ein Spiel, von dem schon lange gesprochen wird”.

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