Schweiz: Autobombe in Tessin

Die Tessiner Polizei hat auf einem Parkplatz in Chiasso eine Autobombe entdeckt und entschärft. In einem Kleinwagen befanden sich 13 Kanister mit Benzin sowie vier Pakete mit Brandpulver und Zündschnur.

Wozu das Material diente, ist noch unklar. Man ermittle in alle Richtungen, sagte ein Sprecher von Staatsanwalt Mario Branda am Dienstag. Das sichergestellte Auto sei am Freitagabend in Morbio Inferiore, einem Nachbarort von Chiasso, gestohlen worden. Einen terroristischen Hintergrund scheinen die Ermittler eher auszuschließen.

Die Tessiner Medien spekulieren, dass das Brandmaterial für einen Versicherungsbetrug hätte gebraucht werden sollen. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang an die Silvesternacht 2003, als Kalabresen aus diesem Grund in Taverne bei Lugano ein Restaurant in die Luft gejagt haben. Eine andere These geht davon aus, dass mit der Autobombe eine Vergeltungsmaßnahme hätte durchgeführt werden sollen. In Mendrisio war am 19. November bereits das Garagentor eines Anwaltes in Brand gesteckt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur.

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