Schweinegrippe - Wiener Arztpatienten nicht beunruhigt

Die Wiener Aruztpatienten lässt die momentane Schweinegrippe-Hysterie anscheinend weitgehend kalt. "Bis auf einen Witz hat niemand etwas gesagt", so eine Wiener Allgemeinmedizinerin.

“Der Komet kommt”, heißt es im “Lumpazivagabundus” des Johann Nestroy. Doch für Wiener Arztpatienten scheint die Welt trotzdem noch lange bestehenzubleiben – auch mit der Schweinegrippe. “Ein Patient hat einen Witz gemacht. Sonst hatte ich keine Anfragen und auch keine verdächtigen Patienten. Die leiden momentan viel eher an den Pollenallergien des Frühjahrs”, erklärte am Dienstag eine Wiener Allgemeinmedizinerin mit Kassenpraxis gegenüber der APA.

Was sie tun würde, wenn ein Patient mit Influenza-Symptomen zu ihr käme: “Ich würde ihm ein fiebersenkendes Mittel geben. Ich würde auch ‘Tamiflu’ oder ‘Relenza’ empfehlen. Und dann heißt es ‘Ab ins Bett!’ – genauso wie vor einigen Wochen massenhaft bei der ‘normalen’ Influenza. Die Schweinegrippe ist ja offenbar nichts anderes, warum sollten wir uns da aufregen? Vor einigen Jahren hätten wir gesagt: das eine Grippe. Mehr hätten wir nicht gewusst.” Das Gesundheitsministerium hat auch eine Meldepflicht ab einem Verdacht auf Schweinegrippe verordnet.

In der Therapie könnte sich derzeit allerdings eine heikle Frage ergeben: Während der saisonalen Influenza vor einigen Wochen in Österreich bezahlte die Krankenkasse ab der Ausrufung der Krankheitswelle die beiden Medikamente. Außerhalb der Ausrufung einer solchen Krankheitswelle bewilligen die Chefärzte die Medikamente auch in Einzelfällen offenbar nicht. Wie das nun gehandhabt wird, bleibt offen – denn primär sollten alle Influenza-Patienten ja zu Hause und nicht im Spital behandelt werden. Erst bei schweren Problemen sollte ein Erkrankter ins Krankenhaus kommen.

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