Schwedischer Urlauber angeblich von ägyptischer Polizei gefoltert

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Ein junger schwedischer Tourist ist in Ägypten einem Zeitungsbericht zufolge von der Polizei tagelang inhaftiert und gefoltert worden.
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Wie die schwedische Boulevardzeitung “Expressen” am Montag berichtete, war der 22-jährige Aaed N. nach eigenen Angaben am Dienstag vergangener Woche von zwei Polizisten in Zivil festgenommen worden, als er in dem Kairoer Vorort Al-Abasia Fotos einer Moschee machte. Demnach wurde er auf der Wache von mehreren Polizisten geschlagen. Einer von ihnen habe ihm gedroht, er werde den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen, wenn er versuchen sollte, die schwedische Botschaft anzurufen.

Der junge Mann sagte der Zeitung, die Polizisten hätten ihm mit sexueller Gewalt gedroht, auch sei er mit Stromstößen an den Hoden gefoltert worden. Er entkam demnach erst, als Demonstranten das Gebäude, in dem er gefangen gehalten wurde, in Brand setzten. Auf der Flucht sei direkt neben ihm ein Mann von der Polizei erschossen worden, sagte Aeed N.. Gegenüber “Expressen” äußerte der junge Tourist Kritik an der Botschaft, die ihm nicht ausreichend geholfen habe.

Schwedische Behörden bestätigten am Montag, dass sie in Kontakt mit einem jungen Mann seien, der behauptete, im Gefängnis gewesen zu sein. Der Sprecher des Außenministeriums, Tobias Nilsson, sagte jedoch, er könne die Angaben des Mannes nicht bestätigen, da dieser noch nicht in die Botschaft gekommen sei. Nach Angaben von Nilsson habe er die Botschaft am Wochenende zweimal während der abendlichen Ausgangssperre angerufen, als niemand ihn abholen konnte. Er sei daher gebeten worden, tagsüber in die Botschaft zu kommen, um Geld und einen neuen Pass für seine Rückreise zu erhalten.

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