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Schwedische Ermittler erlassen Haftbefehl

Sechs Tage nach der Ermordung von Anna Lindh hat die Polizei in Stockholm am Dienstag den Hauptverdächtigen namentlich identifiziert.

Wie eine Sprecherin in Stockholm weiter mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft gegen den Mann einen „Haftbefehl in Abwesenheit“ erlassen. Die Polizei bestätigte damit Medienberichte, zu denen sie mehrere Stunden jede Auskunft verweigert hatte.

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die 46 Jahre alte Lindh war am letzten Mittwoch in einem Stockholmer Kaufhaus erstochen worden, als sie unbewacht Kleidung kaufen wollte. Ein Polizeisprecherin sagte aber, der Mann sei noch nicht gefasst worden. „Es gibt hinreichende Verdachtsgründe, dass er der mutmaßliche Mörder ist“, fügte sie hinzu. Die beliebte Außenministerin Lindh war am vergangenen Mittwoch in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen worden und am Donnerstag ihren Verletzungen erlegen.

Der Mord an Lindh überschattete auch die Eröffnung der neuen Sitzungsperiode des Parlaments in Stockholm. Reichstagspräsident Björn von Sydow sagte, ein eiskalter Wind sei über Schweden hinweg gefegt, und die Kälte habe das Land immer noch fest im Griff. Die Erinnerung an Lindh solle gleichwohl eine leuchtende sein. Die Parlamentssitzung wurde dann formell von König Carl XVI. Gustaf eröffnet.

Ministerpräsident Göran Persson sagte, Mitglieder der schwedischen Regierung müssten künftig vor der Gefahr von Anschlägen geschützt werden. Dies dürfe jedoch nicht auf Kosten ihres Kontaktes zu den Menschen gehen, die sie vertreten. Der Vorsitzende des Justizausschusses im Parlament, Johan Pehrson, sagte in einem Rundfunkinterview, in Zukunft sollten neben dem König und dem Regierungschef auch die wichtigsten Minister Personenschutz erhalten. Lindh war zum Zeitpunkt des Attentats am Mittwoch ohne Leibwächter unterwegs.

Für Freitag kündigte Lindhs Sozialdemokratische Partei eine Trauerfeier im Stockholmer Rathaus an, zu der mehrere Außenminister eingeladen wurden. Lindhs Nachfolger sollte nach Angaben von Persson erst im Anschluss bekannt gegeben. Derzeit führt Entwicklungshilfeminister Jan Karlsson kommissarisch die Amtsgeschäfte.

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