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Schwarzer Tag für Rapid: Wiener Austria deklassiert die Hütteldorfer

Ab der 33. Minute spielte die Austria nur noch gegen zehn Rapidler.
Ab der 33. Minute spielte die Austria nur noch gegen zehn Rapidler. ©sport-pictures.org/Thoma Haumer
Austria Wien feiert den höchsten Derby-Sieg in ihrer Geschichte in der österreichischen Bundesliga. Die Veilchen deklassieren die zu zehnt spielenden Rapidler mit einem 6:1.
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Die Austria hat im 328. Wiener Fußball-Derby einen historischen Sieg eingefahren. Die “Veilchen” setzten sich am Sonntag in der Generali Arena gegen Rapid mit 6:1 (4:1) durch und haben nach ihrem höchsten Bundesliga-Sieg überhaupt gegen den Erzrivalen als Fünfter vier Runden vor Schluss sehr gute Karten auf die Teilnahme an der Meisterrunde.

Rapid ist Achter in der Bundesliga

Den Hütteldorfern hingegen fehlen als Achtem bereits sechs Punkte auf den maßgeblichen Rang sechs. Die Tore erzielten Christian Schoissengeyr (22.), James Jeggo (35.), Christoph Monschein (36.), Florian Klein (41.), Mateo Barac (57./Eigentor) und Alon Turgeman (78.) beziehungsweise Marvin Potzmann (29.). Rapids Dejan Ljubicic sah in der 33. Minute wegen Torraubs die Rote Karte.

Bis zur turbulenten Phase rund um die 30. Minute erlebten die Zuschauer in der Generali Arena eine relativ ereignisarme Partie. Stefan Schwab bereitete Austria-Goalie Patrick Pentz mit einem Aufsitzer leichte Probleme (15.), auf der Gegenseite wurde ein Volley von Monschein durch Potzmann abgeblockt (18.).

Austria schoss sich in Führung

Die Führung der Austria fiel praktisch aus dem Nichts: Nach einer Freistoßflanke von Jeggo kam Schoissengeyr vor Barac und Christopher Dibon zum Ball und köpfelte platziert ins lange Eck. Rapids Antwort ließ nur sieben Minuten auf sich warten. Monschein verschätzte sich bei einem Pass von Barac, Potzmann zog in den Strafraum und stellte mit einem Schuss ins lange Eck auf 1:1.

Rot für Rapid

Dann aber folgten die Nackenschläge für Rapid. In der 33. Minute liefen die Gäste in einen Konter, Bright Edomwonyi stürmte Richtung Rapid-Gehäuse und wurde von Ljubicic als letztem Mann zu Fall gebracht – der Mittelfeldspieler, vor drei Tagen durch sein Siegestor gegen die Glasgow Rangers noch grün-weißer Held, musste vorzeitig unter die Dusche.

Beim darauffolgenden Freistoß an der Strafraumgrenze schummelte sich Jeggo in die Rapid-Abwehr und duckte sich beim Schuss von Michael Madl. Rapid-Schlussmann Richard Strebinger konnte den Ball nur noch an die Stange wehren und war beim Nachschuss von Jeggo machtlos. Rund eine Minute später kam Monschein nach einem Schwab-Fehler in der eigenen Hälfte zum Ball, ließ zunächst Barac und dann auch Dibon stehen und traf mit einem sehenswerten Lupfer zum 3:1.

Rapid verfiel ins Chaos

In dieser Phase bot Rapid ein Bild des Chaos. Passend dazu war ein Aussetzer von Strebinger, der Monschein eine Topchance ermöglichte. Der Stürmer schoss jedoch neben das Tor, obwohl nur noch ein Verteidiger vor dem ansonsten leeren Gehäuse postiert war (39.).

Ansonsten klappte bei der Austria so ziemlich alles. In der 41. Minute zum Beispiel klärte Mert Müldür einen Austria-Corner nur kurz, Klein nahm den Ball mit der Brust an und versenkte ihn von der Sechzehnergrenze volley mit seinem schwächeren linken Fuß zum 4:1.

Rapid-Fans randalierten

Nach dem Seitenwechsel ließen die Violetten Ball und Gegner laufen und erarbeiteten sich auch Einschussmöglichkeiten. In der 52. Minute stand Monschein allein vor Strebinger, zielte jedoch daneben. Vier Minuten später setzte Klein das Spielgerät ans Außennetz. So war es Barac vorbehalten, das fünfte Tor der Hausherren zu fixieren – der völlig verunsicherte Rapid-Innenverteidiger bugsierte den Ball nach einer Hereingabe von Dominik Prokop ins eigene Tor (57.).

Für den Schlusspunkt sorgte der eingewechselte Turgeman per Kopf nach Madl-Flanke, womit die Blamage für Rapid perfekt war. Einigen hundert Fans blieb dieses Schauspiel erspart. Sie wurden von der Polizei nicht ins Stadion gelassen, nachdem Rapid-Anhänger davor Gegenstände auf die an die Generali Arena vorbeiführende Südosttangente geworfen hatten. Österreichs meistbefahrene Straße war etwa zwei Stunden vor dem Anpfiff für zehn Minuten gesperrt.

(APA/red)

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