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Schwarzenegger unter Druck

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger gerät wegen einer möglichen ehemaligen Affäre unter Druck. Arnie soll Schweigegeld bezahlt haben, damit keine Berichte darüber erschienen.

Das Verlagshaus American Media Inc., mit dem Schwarzenegger millionenschwere geschäftliche Beziehungen unterhielt, soll mit der angeblichen ehemaligen Geliebten des Gouverneurs einen Exklusivvertrag abgeschlossen haben, wie der ORF (Internet) unter Berufung auf die „Los Angeles Times“ am Freitag berichtete. Die Berichte erschienen aber nie. Kritiker sprechen nun von Schweigegeld.

20.000 Dollar soll Gigi Goyette erhalten haben, um dem Verlagshaus exklusiv über ihr Verhältnis zu „Arnie“ zu berichten. Es erschien aber nie eine Zeile in den vom Verlag kontrollierten Boulevardmedien wie etwa dem bekannten „National Enquirer“. Auch wurde Goyette nie interviewt, wie sie der „L.A. Times“ sagte. Eine Freundin Goyettes, die über die außereheliche Affäre des Hollywood-Stars unterrichtet war, erhielt einen ähnlichen Vertrag – mit 1.000 Dollar, wie die beiden Frauen nun der „L.A. Times“ sagten.

Der Vertrag mit Goyette ist mit 8. August 2003 datiert, also zwei Tage, nachdem Schwarzenegger seine Kandidatur bekannt gegeben hatte. Zwei Jahre zuvor hatte der „Enquirer“ allerdings über ein außereheliches Verhältnis zwischen Goyette und Schwarzenegger berichtet. In seiner Coverstory berichtete das Magazin damals von einer siebenjährigen Affäre Schwarzeneggers mit Goyette während seiner Ehe mit Kaliforniens First Lady Maria Shriver.

Schwarzeneggers Pressesprecher Rob Stutzman sagte der „L.A. Times“, der Gouverneur habe von dem Vertrag des Medienhauses mit den beiden Frauen nichts gewusst. „Es gibt keine Verbindung.“ Achwarzenegger sei im Urlaub und für eine Stellungnahme nicht erreichbar, so Stutzman weiter.

Nach Informationen des Schwarzenegger-Biografen Laurence Leamer gibt es allerdings einen „Maulkorbpakt“ zwischen dem Gouverneur und American Media Inc. Vor seiner Wahl im Oktober 2003 habe Schwarzenegger mit dem Konzern eine Art „Maulkorbpakt“ geschlossen, worin dieser sich verpflichtet habe, in seinen Boulevardblättern Stillschweigen über sexuelle Eskapaden des Gouverneurs zu wahren.

Schwarzenegger habe das in einem persönlichen Gespräch mit ihm bestätigt, sagte Leamer. Nur wenige Tage vor seiner Vereidigung als Gouverneur von Kalifornien im November 2003 unterzeichnete Schwarzenegger einen Fünfjahresvertrag als Berater für die einschlägigen Magazine „Flex“ und „Muscle and Fitness“, der ihm jährliche Einkünfte von mindestens einer Million Dollar garantiert. Das geht aus dem Vertrag hervor, der Mitte Juli in die Öffentlichkeit gelangte.

Eingefädelt wurde der Vertrag mit dem Verlag Weider Publications, der ebenfalls zum Konzern American Media Inc. gehört, von Schwarzeneggers Firma Oak Productions. Brisant für Schwarzenegger wurde nach der Enthüllung der Vorwurf, die Beratertätigkeit habe seine politischen Entscheidungen beeinflusst. Im Jahr 2004 hatte der Gouverneur sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das die Produktion von Muskelaufbaupräparaten und anderen Nahrungsergänzungsmitteln in Kalifornien regulieren sollte.

Die Hersteller solcher Präparate zählen zu den wichtigsten Anzeigenkunden der beiden Magazine. Auf Grund der heftigen Kritik und Vorwürfe kündigte Schwarzenegger den Vertrag letzten Monat von seiner Seite auf. Er plane allerdings, weiter eine monatliche Kolumne für die beiden Magazine zu schreiben.

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