Schwach aber turbulent: Vienna remisiert

In einem sehr schwachen Spiel trennt sich die Vienna von ihrem Tabellennachbarn mit einem Unentschieden. Die besseren Chancen hatte zwar die Vienna, dennoch wäre ein Sieg für diese magere Leistung schmeichelhaft gewesen. Beide Teams beendeten das Spiel nicht vollzählig...

Viennas bester Schütze der letzten Jahre: Rade Djokic war nach 2 monatiger Verletzungspause erstmals wieder von Beginn weg dabei. In der ersten Halbzeit passte er sich noch dem Rest der Spieler an: schlimm anzusehende Fehlpässe und kaum flüssige Spielzüge waren zu verzeichnen. Einzig die beiden erfahrenen Blau Gelben Marjan Markovic und Wolfgang Mair setzten gute Akzente nach vorne. So überraschte es nicht, dass sie die beiden auch die Hauptbeteiligten am Führungstreffer der Vienna waren: Mair setzte sich gut auf der linken Seite in einem Gegenangriff dank seiner Schnelligkeit durch. Er spielte eine Muster Stanglpass, genau in den Lauf von Markovic, der scharf abziehen und den Ball unter die Latte setzen konnte. Aber auch danach tat sich nicht viel am Feld, der Ausgleichstreffer der Grödiger fiel aus dem Nichts. Ernst Öbster konnte mit links unbedrängt aus 25 Metern abziehen und treffen. Das war aber schon die einzig nennenswerte Chance der Grödiger aus dem Spiel heraus. 

Die zweite Hälfte hatte zwar auch kein höheres Spiel Niveau zu bieten, dafür einige Highlights mehr. Etwas schwungvoller agierte nun die Vienna, schließlich hatte Tatar in der Pause auch reagiert: wechselte die äußert schwachen Toth und Jelenko gegen Tiffner und Kerschbaumer aus. Und eigentlich verlief es gut: denn Grödigs Torschütze Öbster bekam innerhalb von fünf Minuten zwei zu gebende gelbe Karten und musste vom Feld. Vierzig Minuten numerische Überzahl hätte das bedeutet: es wurden aber nur 15: Rade Djokic war anscheinend etwas übermotiviert und ging nach einem Foul von Jimenez diesem an die Stirn: rot für Rade. Zu allem Überfluss musste dann auch noch Alfred Tatar auf die Tribüne nachdem er sich etwas zu sehr über die Unsportlichkeiten der Grödiger echauffierte. Torchancen hatte die Vienna zwar einige, fand aber in dem besten Rot Weißen: Andreas Schranz ihren Meister: Mair, Triffner und Kerschbaumer konnte trotz sehr guter Möglichkeiten nicht einnetzen. Die Vienna versuchte zwar mehr, brachte aber wenig am heutigen Tag auf die Reihe. Die Grödiger konzentrierten sich auf das Halten des Ergebnisses. Das Remis war also die logische Folge. Das unansehnliche Spiel ließ jedenfalls Zweifel an der Stärke der „Heute für Morgen“ Liga aufkommen. Die beiden Teams bleiben auf ihren Plätzen: sechs (Grödig) und acht (Vienna).

 

First Vienna FC 1894 – SV Grödig 1:1 (1:1), Hohe Warte, 1900 Zuschauer, Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

Tore: Markovic (18.); Öbster (33.)

 

First Vienna: Traby; Kröpfl , Dospel, Beciri, Salvatore; Mair; Toth (46. Kerschbaumer), Hattenberger, Markovic; Jelenko (46. Tiffner), Djokic

 

SV Grödig: Schranz; Riedl, Siller, Jimenez Cabrera, Lainer; Salamon, Tschernegg, Hopfer,   …Öbster, Zündel (87. Schubert); Parapatits (77. Hanikel)

 

Gelbe Karten:Kröpfl, Hattenberger; Zündel; Öbster, Jimenez Cabrera

Gelb-Rot: Öbster

Rot: Djokic

 

Stimmen zum Spiel:

 

Alfred Tatar (Vienna Trainer): Drei Punkte waren heute ausschlaggebend: die mangelnde Chancenauswertung, die schwache erste Hälfte und die rote Karte für Rade Djokic. Wir hätten drei Punkte holen müssen. Mir ist es aber absolut unverständlich, warum wir so häufig eine Halbzeit dermaßen schlecht spielen.

 

Heimo Pfeifenberger (Grödig Trainer): Es war zwar nicht unser bestes Spiel, dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft, weil sie nicht aufgegeben hat. Wir haben erneut gezeigt, dass wir gut im Improvisieren sind.

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